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Schritt für Schritt zum Auslandssemester

Wenn nicht jetzt, wann dann? Ein neues Land kennenlernen, internationale Kontakte knüpfen und die Fremdsprachkenntnisse aufbessern – nie wieder wird es so einfach sein, für eine Weile im Ausland zu leben, als während des Studiums. Die Hochschule Heilbronn (HHN) und die Dualen Hochschulen Baden-Württemberg (DHBW) Heilbronn und Mosbach unterstützen ihre Studierenden – ob bei der Finanzierung durch Förderprogramme oder in der Betreuung während des Aufenthaltes. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Semester an einer Hochschule im Ausland zu verbringen. Eines vorab: Über die Partnerhochschulen geht es am einfachsten.

Partnerhochschulen mit Erasmus+

Der leichteste Weg, ein Auslandssemester zu absolvieren, geht über Erasmus+. Abgesehen von der vereinfachten Bewerbung und Aufnahme, lohnt es sich auch finanziell, an einer Erasmus+-Partnerhochschule zu studieren. Im Gastland fallen keine Studiengebühren an und die Studierenden werden mit einem Erasmus+-Stipendium unterstützt. Dieses ist in drei Ländergruppen eingestuft.

Hier geht es zur Übersicht der Partnerhochschulen der HHN und DHBW Heilbronn.

Warum Erasmus+

Das Erasmusprogramm wurde 1987 ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Hochschulen Europas zu modernisieren, zu internationalisieren und zu vernetzen. Außerdem sollen Studierende die Möglichkeit haben, ihr Studium mit einem Auslandsaufenthalt aufzuwerten und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Auch ohne das Erasmus+-Programms ist ein Auslandssemester möglich. Wählt man eine Partnerhochschule außerhalb Europas, betreut einen die eigene Hochschule bei der Organisation des Auslandssemesters. Wenn die Wunschuni nicht auf der Liste der Partnerhochschulen steht, bleibt nur eine Möglichkeit: das Auslandssemester selbst organisieren. Hier ist viel Eigeninitiative gefragt. Zuerst sollte man sich im Internet über das Bewerbungsprozedere der Wunschhochschule schlau machen. Daraus ergibt sich das weitere Vorgehen. Hierbei ist es wichtig, in enger Abstimmung mit der eigenen Fakultät zu stehen, gerade was die Anerkennung der Studienleistungen im Ausland angehen. Einen Knackpunkt gibt es allerdings: An den Hochschulen im Ausland fallen teilweise horrende Studiengebühren an, je nach dem, wohin man geht. Das sollte bei der Finanzierung unbedingt mit eingeplant werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Um ins Ausland zu gehen muss das Grundstudium beendet sein. An der Hochschule Heilbronn gilt: In welchem Zeitraum das Fachsemester stattfinden soll, muss im Vorfeld geklärt sein. Für die Studierenden des A-Zyklus der Dualen Hochschulen Heilbronn und Mosbach ist das vierte Theoriesemester als Auslandssemester vorgesehen, die Studierende des B-Zyklus können im dritten oder vierten Theoriesemester ein Auslandssemester absolvieren.

Planung

Eine frühzeitige Organisation des Auslandsstudiums ist entscheidend. Als Faustregel gilt: eineinhalb Jahre Vorbereitungszeit. So bleibt ausreichend Zeit, sich ein umfangreiches Bild zu verschaffen, was im Vorfeld alles zu tun ist. An den Hochschulen berät das International-Office, welche hochschuleigenen Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Universitäten bestehen und wann welche Angebote für Themenabende veranstaltet werden. Außerdem gibt es dort wertvolle Informationsbroschüren. Die Veranstaltungstermine der HHN  werden rechtzeitig im Newsroom veröffentlicht.

Als Finanzierungsmöglichkeiten gibt es neben der privaten Finanzierung das Auslandsbafög, verschiedene Stipendien oder einen Studienkredit. Hat man die Zusage der Partnerhochschule in der Tasche, werden gleich die Unterlagen zur Organisation vor Ort mitgeschickt. Wer ins außereuropäische Ausland möchte, kümmert sich bei der jeweiligen Botschaft um ein Visum. Sie gibt auch Auskunft darüber, welche medizinischen Vorbereitungen zu treffen sind. Außerhalb Europas empfehlen sich eine Kranken- und Unfallversicherung sowie eine Haftpflichtversicherung.

 

Text: Murtaza Sayan, Bild: Heilbronner Stimme