Heilbronn aus Sicht der TUM-Studierenden | hochschulenhoch3

Heilbronn aus Sicht der TUM-Studierenden

15. November 2018 – Seit gut vier Wochen sind die Studierenden der School of Management der Technischen Uni München (TUM) am Bildungscampus in Heilbronn. Zeit für ein erstes Fazit: Welche Eindrücke haben sie bisher von der Stadt? Wir haben uns unter den Leuten des Masters Management and Innovation umgehört.

„Heilbronn ist klein, gemütlich und übersichtlich“, sagt Anja spontan. „Sehr klein im Vergleich zu München“, betont Julia. Dass die Stadt von Weinbergen umgeben ist, gefällt Till. Die Studierenden schätzen die modernen Gebäude auf dem Bildungscampus. Der TUM-Turm werde ja sogar erst gebaut, meint Till. Bis er 2019 fertig ist, sind sie im schicken GGS-Gebäude untergebracht. Anja: „Speziell am Bildungscampus sieht man an den Großbaustellen, dass in Heilbronn vieles noch im Kommen ist. Ich wohne im I-live-Wohnheim, das ist auch noch ziemlich neu.“ Der Autoverkehr in der Stadt ist für die Münchnerin „der Wahnsinn“. Viel zu viele Autos auf zu vielen Spuren – eine Autostadt eben. Dagegen ließen die öffentlichen Verkehrsmittel zu wünschen übrig.

Was tun, wenn mal nichts für die Uni gemacht werden muss?

Während ihrer zwei-wöchigen Module sitzen die TUM-Studierenden von früh morgens bis zum späten Nachmittag in ihren Kursräumen. Da bleibt wenig Zeit, um die Stadt zu erkunden. Wie interessant ist Heilbronn, wenn mal nichts für die Uni gearbeitet werden muss? Die Studierenden überlegen. Teresa: „Außerhalb des Campus macht es hier auf mich keinen guten Eindruck.“ Sie möchte nicht viel Zeit in der Stadt verbringen. Die Studentin vermisst ungewöhnliche Freizeitangebote, die man als Gruppe machen könnte. Anja findet es schwierig, abends etwas zu unternehmen. „Die Clubs sind alle zu weit außerhalb“, kritisiert sie. Till sieht das ähnlich: „Die Neckarmeile ist schön, aber es fehlt eine Altstadt.“ Ihr Kommilitone Walid differenziert. „Heilbronn hat bei vielen Leuten keinen guten Ruf“, bemängelt er. „Als ich sagte ‚Ich gehe nach Heilbronn zum studieren‘, habe ich viel Schlechtes gehört.“ Wenn man dann hier ankomme, suche man instinktiv nach negativen Sachen, um diese Vorurteile zu bestätigen. „Mein Eindruck von den Leuten in Heilbronn ist, dass sie sich über die Studenten freuen.“ In der Runde seiner Kommilitonen sehen das nicht alle so. Walid: „Ich will offen sein und Heilbronn eine Chance geben.“

Die Chinesin Bichen hat die mittelständischen Familienunternehmen in der Region im Fokus. Sie möchte nach dem Studium unbedingt in Deutschland arbeiten. Ein mehrwöchiges Praktikum in einem Unternehmen in der Region ist Teil des Masters Management and Innovation – aus ihrer Sicht die beste Gelegenheit, um Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen.  

 

Text und Foto: Sarah Arweiler