CAS-Studenten: Günstig Zimmer buchen in Heilbronn | hochschulenhoch3

Gut und günstig Zimmer buchen in Heilbronn

5. Januar 2018 – Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche sind für die meisten Studierenden so normal wie Nudeln mit Tomatensoße. Zu hohe Mieten für zu kleine Zimmer die Regel, die Wartelisten in Wohnheimen sind schier endlos. Die Studierenden des DHBW Center for Advanced Studies (DHBW CAS) sind in puncto Wohnungssuche ein Sonderfall. Sie kommen für drei bis fünf Tage im Monat nach Heilbronn zum Studieren – eine Wohnung zu mieten macht keinen Sinn. Für diese Studienart gibt es bisher keine speziellen Übernachtungsangebote. Wie lösen sie dieses Problem? Wir haben uns umgehört.

Lieber fahren als buchen

Pendeln. Die meisten DHBW CAS-Studierenden sind es gewohnt. Fragt man sie nach Übernachtungsmöglichkeiten in Heilbronn, heißt es oft: „Nein, ich fahre.“ Dabei werden Fahrtzeiten von eineinhalb Stunden in Kauf genommen. Das mag an dem mageren Angebot an günstigen Zimmern für wenige Tage liegen. Dennoch: Pendeln kommt nicht für alle CAS-Studierenden in Frage. Was tun jene von weiter weg?

Peter Gommeringer wohnt nahe dem Bodensee. Angesprochen auf die Übernachtungsproblematik winkt er gleich ab: „In Heilbronn ist es schlecht. Ich finde es ziemlich teuer im Vergleich zur Leistung.“ Er hat schon öfter im Hotel Central Garni am Bahnhof übernachtet. 55 Euro pro Nacht im Einzelzimmer mit Frühstück – das ist für ihn ok. Dass Bett, Schrank und Bad etwas in die Jahre gekommen sind, nimmt er in Kauf.  Alternativ bucht er auch in der Pension am Theater ein Zimmer. Dort variieren die Preise – je nach Belegung der Pension. Auf der Homepage wird das Einzelzimmer ab 45 Euro angeboten, ohne Frühstück. Peter: „Ich war mal mit einem Kumpel zu zweit in einem sechs-Bett-Zimmer – scheinbar schaffen sie es nicht immer, die Zimmer entsprechend der Anfrage zu belegen.“

Ein Hoch auf die Übernachtungsportale

Die Jugendherberge am Trappensee hat er auch schon ausprobiert. Gäste bis 26 Jahre dürfen sich über einen günstigeren Preis freuen: Für sie geht es ab 21 Euro pro Nacht los. Zudem kann man wählen zwischen Übernachtung mit Frühstück oder Halbpension. Ab drei Nächten wird es wieder etwas günstiger, Einzelzimmer gibt es auch. Peters Fazit fällt dennoch ernüchternd aus: „Die Herberge ist sehr alt und überhaupt nicht komfortabel. Ich gehe dort nicht mehr hin.“

Thomas Federschmidt wohnt in Esslingen. Meistens fährt er in aller Frühe los und kommt abends wieder heim, „es sei denn, ich finde ein Zimmer bei Airbnb zwischen 25 und 30 Euro. Dann übernachte ich in Heilbronn.“ Auf dem Portal schaue er regelmäßig nach. Felix Friedl aus Nürnberg empfiehlt ebenfalls Airbnb – dort habe er bisher die besten Schnäppchen gemacht. Zusammen mit einem Arbeitskollegen, der auch am DHBW CAS studiert, sucht er nach einer gemeinsamen Unterkunft, immer auch mit Küche. Probleme gibt es aber auch. Felix: „Für zwei Nächte findet man nicht viel. Bei fünf Nächten sieht es schon deutlich besser aus. Außerdem ist die Plattform in Heilbronn nicht sehr verbreitet.“ Alternativ versuche er, über Booking.com günstig in einem Hotel zu buchen – dank des Semesterplans könne man ja schon viele Monate im Voraus buchen und dadurch Geld sparen. Dennoch: Der erste Blick zu Airbnb lohne sich immer, findet Felix: „Im Schnitt zahlt man 50 Euro pro Nacht in einem Hotel, Essen kommt noch dazu. Auf dem Portal schätze ich die Durchschnittskosten zwischen 20 und 30 Euro. Das lohnt sich.“  

 

Text: Sarah Arweiler, Foto: Fotolia/Contrastwerkstatt