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Zwischen Studium und Leistungssport

2.Oktober 2018 — Lena Mayer, Studierende an der Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau belegt bei den diesjährigen Karate-Studierendenweltmeisterschaften in Kobe, Japan, den fünften Platz.

Mit sechs Jahren entdeckte Lena Mayer die Sportart Karate für sich. Anfänglich um nach einem Umzug neue Freunde zu gewinnen. Seitdem hat sie sich immer mehr für die Kampfkunst begeistert. „Karate ist nicht nur eine Sportart, sondern eine Philosophie. Mit ihr lernt man den respektvollen Umgang mit seinen Mitmenschen.“

2009 wurde sie in den Landeskader des Karateverbands Baden-Württemberg aufgenommen. Seither konnte sich Lena kontinuierlich unter den Top drei auf den Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften platzieren. Seit 2014 ist sie im Bundeskader des Deutschen Karateverbands und startet mit der Deutschen Nationalmannschaft. „Ich bin stolz, wenn ich unter dem Adler starten darf. Das ist dann nochmal etwas ganz anderes“, so Lena.

Vollgepackter Alltag

Ihr Erfolg hat aber auch seinen Preis: Zu Wettkampfzeiten trainiert Lena zweimal täglich an sechs Tagen in der Woche. Parallel dazu ihr BWL, Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement Studium an der Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau. Zusätzlich arbeitet sie in ihrer Freizeit in einem Fitnessstudio und unterstützt ihren Heimatverein in Obersulm als Vorstand und Trainerin. Lena: „Man muss was nebenbei machen und darf sich nicht nur auf den Sport verlassen. Es ist halt kein Fußball“. 

Die Jonglage zwischen Training, Wettkampf und Studium verlangt ihr zwar viel ab, aber mit dem Druck weiß sie umzugehen. „Druck gehört zum Leistungssport dazu“, so Lena. Unterstützt wird sie dabei von ihren Eltern, Freunden, ihrem Mentaltrainer und den Professoren. „Bisher ist mein Sport kein Problem und ich kann mein Studium, wenn auch etwas verlangsamt, ohne Probleme absolvieren“.

Für das Studium an der Reinhold-Würth-Hochschule hat sich Lena bewusst entschieden. „Die Kombination von BWL mit Sportmanagement hat mich überzeugt“. Auch kann sie sich für später nach dem Studium vorstellen, als Personaltrainerin zu arbeiten oder die Leitung eines Fitnessstudios zu übernehmen. Ihre sportlichen Ziele für die nächsten Jahre sind unter anderem Platzierungen bei der EM und WM sowie die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024.

 

Text: Stefanie König, HHN; Bilder: HHN/Lena Mayer