Wiedereröffnung des Barfüßers in Heilbronn | hochschulenhoch3

Wiedereröffnung des Barfüßers in Heilbronn

21. September 2018 – Gut ein Jahr nach Schließung des Barfüßers an der Allee 33 zeichnet sich eine Wiedereröffnung ab: mit einem neuen Pächter und unter einem neuen Namen. Nach Ende der juristischen Querelen sucht Barfüßer einen Nachmieter für die Hausbrauerei. Das Gastronomie-Unternehmen aus Ulm bleibt Hauptmieter und vermietet die Räume unter. "So schnell wie möglich soll wieder geöffnet sein“, erklärt Barfüßer-Geschäftsführer Marcus Krüger. Das könne innerhalb von vier Wochen geschehen, aber auch noch drei Monate dauern, je nachdem, ob der neue Pächter die Räume nur renoviert oder aber sich für eine Kernsanierung entscheidet. 

Heilbronn ist ein gutes Pflaster für Gastronomie: Die Nachfrage nach dem Bierlokal sei groß, man sei mit Interessenten im Gespräch. Vorzugsweise soll wieder eine Hausbrauerei die Räume übernehmen, "weil dafür alles vorhanden ist“.

Streit mit Mitarbeiter

Hintergrund der einjährigen Schließung sind Auseinandersetzungen vor Gericht zwischen Barfüßer und dem ehemaligen Mitarbeiter Bashim Sadiku, der das Lokal an der Allee als Bronnbräu weiterführen wollte, ebenso die Weinsberger Lokale Haxenkeller und QMuh/Burgertreu. Sadiku hatte Verträge angefochten und Schlüssel einbehalten. Anfang 2018 wurde gegen Bronnbräu ein Insolvenzverfahren eröffnet. Neben dem Streit um die Betriebsübernahme und -rückgabe verzögerten Klagen früherer Mitarbeiter vor dem Arbeitsgericht eine Lösung. Aktuell liefen keine Verfahren mehr, heißt es bei Barfüßer. 

Auch wenn der Name Barfüßer verschwindet, ist anzunehmen, dass das Lokal auch mit neuem Konzept noch so genannt werden wird. "Der Nachfolger wird von uns profitieren“, vermutet Krüger. Eingeführte Namen halten sich hartnäckig, wie das Beispiel Galeria Kaufhof zeigt. Die Heilbronner Kaufhaus-Filiale in der Fleiner Straße heißt so seit 2001, viele Heilbronner reden aber immer noch vom Vorgänger Horten.

 

Text: Bärbel Kistner, Foto: Andreas Veigel