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Neckarmeile in Heilbronn soll grüner werden

20. Juni 2018 – Der Neckar und die Neckarmeile sind die Nummer 1, wenn es um die Freizeitgestaltung der Menschen in Heilbronn geht. Das ist das Ergebnis einer Studie der Dualen Hochschule und des Stadtmagazins Hanix. Bei der zweiten Gesellschafterversammlung der Unternehmergesellschaft (UG) Neckarmeile am Montag im Bildungscampus stieß dieses Ergebnis bei Händlern und Gastronomen der Unteren und Oberen Neckarstraße auf große Freude: „Das ist die Bestätigung unserer bisherigen Arbeit. Wir sind auf einem guten Weg, die Neckarmeile zu einer Marke zu machen“, sagte UG-Geschäftsführer Thomas Aurich.

Für 2019 kündigte Aurich ein kleines Lichterfest in der Neckarmeile, übrigens die größte in Süddeutschland, an. Mit Ausnahme des Weihnachtsmarktes soll es aber keine weiteren Events durch Dritte geben. Auch Musikveranstaltungen sollen aus Rücksicht auf die Anwohner auf „niedrigem Niveau blieben“.

Baumpaten gesucht

Ankurbeln will Aurich die Baumpatenschaften. Für zehn Jahre kann man die Pflege eines Baumes in der Neckarmeile übernehmen. Dafür wird eine Tafel mit dem Namen des Paten aufgestellt. Ein kleiner Baum kostet 500 Euro, ein großer 1500 Euro. Mit diesem Geld soll der Etat der Unternehmergesellschaft auf ein besseres finanzielles Fundament gestellt werden. Im Etat 2018 fehlen 11 600 Euro.

Die Neckarmeile soll grüner werden. Dafür will Klaus Umbach von der gleichnamigen Heilbronner Gärtnerei sorgen. „Der Neckarmeile fehlt Farbe“, warb er für seine Idee. Bis zu 200 Blumenkästen sollen am Geländer der Unteren und Oberen Neckarstraße aufgehängt werden. Bepflanzung und Pflege übernimmt Klaus Umbach. Die Kosten von 60 Euro, die pro Blumenkasten im Jahr anfallen, teilen sich je zur Hälfte die Gärtnerei und die Händler beziehungsweise Gastronomen. Die ersten Reaktionen auf dieses Angebot waren erfreulich gut.

Noch viel zu tun bis zum Buga-Start

Bis zum Start der Bundesgartenschau am 17. April 2019 sollen ein Hotel- und Parkleitsystem, Kultur- und Handelswegweiser und eine Buga-Festival-Beschilderung das Stadtbild ergänzen. Zwölf Gartenmosaike – ein Beispiel steht auf dem Marktplatz – sowie bunte Pflanztaschen sollen die Buga in die City tragen. Ein weithin sichtbares Riesenrad oder einen Turm als markanter Anziehungspunkt wird es nach derzeitigem Stand nicht geben.

Auch der Gedanke, ein elektrisch betriebenes Züglein von der Buga in die Innenstadt fahren zu lassen, wird nicht umgesetzt. Es könnte aber Velo-Taxis geben, die von den Buga-Eingängen ins Zentrum fahren. Mindestens Zehn Velo-Taxis könnten einmal auf die Strecke gehen.

Schwäbisch-fränkisch Zu Rundfahrten starten im kommenden Jahr drei der dunkelroten Doppeldeckerbusse mit dem Cabrioverdeck. Derzeit fährt ein Bus. Bis zur Bundesgartenschau werden sie sprachlich aufgerüstet: neben Deutsch, Englisch und Französisch sollen die Sehenswürdigkeiten auch auf Schwäbisch-fränkisch vorgestellt werden.

Straßenzauberei

Zur zauberhaften Neckarmeile wird die Untere Neckarstraße vom 17. bis 19. August. An diesen drei Tagen treten erstmals in Heilbronn zwischen Götzenturm und Bollwerksturm Straßenzauberer aus Europa, Afrika, Asien und den USA auf. „Zwölf der weltbesten Straßenzauberer werden auf vier Aktionsplätzen in 30-minütigen Shows spektakuläre Tricks zeigen und gute Laune verbreiten“, warb bei der Gesellschafterversammlung der Neckarmeile UG Organisator Georg Lauer für das Festival. Die Magier erhalten nur eine kleine Aufwandsentschädigung und erzaubern sich ihre Gage durch das Hutgeld der Besucher.

 

Text: Joachim Friedl, Fotos: Dennis Mugler