Mehr als Kampfsport: Kung Fu | hochschulenhoch3

Mehr als Kampfsport: Kung Fu

26. Juni 2018 – DHBW HeilbronnDHBW-Student Orhan Lort ist im Kung Fu fast schon ein Profi. Seit Jahren ist die alte chinesische Kampkunst seine Leidenschaft. Vielleicht möchten seine Kommilitonen auch mal in den Sport reinschnuppern? Der 20-Jährige leitet die Hochschulsportgruppe Kung Fu.

Das exotische Angebot kommt gut an. „Meistens kommen dreizehn, vierzehn Leute. Wenn Prüfungen anstehen, liegen die Prioritäten natürlich woanders“, sagt Orhan. Trotzdem nehmen sich auch an diesem Mittwoch einige Studierende die Zeit. Sie wissen: Kung Fu ist nicht Kampfsport, sondern Kampfkunst – und aufgrund seiner spirituellen und athletischen Komponenten ideal, um den Lernstress für ein paar Stunden zu vergessen.

Der Kopf muss frei sein

Zum Runterkommen wird erst einmal meditiert. Gar nicht so einfach, mehrere Minuten im Schneidersitz (oder im Lotossitz, wer ihn denn kann) zu sitzen, sich auf die entspannende Musik zu konzentrieren und seine Gedanken wie Wolken, so sagt Orhan, vorüberziehen zu lassen. Meditieren sei eine Frage von Geduld und Übung und ein essentieller Bestandteil des Kung Fu. Es gehe nicht nur ums Kämpfen.

Lächeln. auch wenn's weh tut

Dann geht es zum sportlichen Teil über. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm wird sich gedehnt und an der Athletik gearbeitet. Mühelos geht Orhan in den Spagat. So leicht alles bei Orhan aussieht, so schwer ist es für die Teilnehmer. „Immer lächeln, egal, wie weh es tut“, ermutigt Orhan seine Gruppe. „Wenn man glaubt, nicht mehr zu können, schafft man trotzdem immer noch zehn Sekunden länger.“

Dann geht es an die Kicks, an die Würfe und an typische Bewegungsabfolgen. Das macht allen am meisten Spaß, obwohl es richtig anstrengend ist. Nach zwei Stunden sind alle platt, aber zufrieden.

In der Hochschulsport-Gruppe Kung Fu ist jeder ist willkommen, unabhängig von Fitnesslevel oder Vorkenntnissen. Aber eins muss klar sein: Immer lächeln – auch wenn es weh tut.

Interesse geweckt?

Du willst mal reinschnuppern? Hier kannst du Kontakt aufnehmen. Der Kurs ist auch für Studierende der Hochschule Heilbronn offen.

Text, Foto und Video: Carina Scholl