Erfolgreich studiert, beruflich durchgestartet
Wir haben's geschafft!
Das Studium in Heilbronn-Franken kann der beste Start für eine gute Karriere sein. Wir haben uns mit erfolgreichen Absolventen der Hochschulen unterhelten. Und erfahren, wie die Alumni in der wirtschaftsstarken Region eine berufliche Zukunft gefunden haben.
Yvonne Städter
„Gerade in der Wirtschaft ist es wichtig, nicht nur in die Theorie abzudriften.“
Zum Studium in die Ferne schweifen? Für Yvonne Städter war das kein Thema. Die Weinsbergerin liebt ihre Heimat und bereichert nach dem Studium an der Hochschule Heilbronn nun deren kulturelles Angebot – im Bereich Marketing für das Audi Forum in Neckarsulm.
„Ich hatte schon immer Spaß am Organisieren“, erzählt de 26-Jährige heute. Deshalb plante sie schon im Gymnasium den Abiball für ihren Jahrgang mit. „Ich fand das spannend und wollte es mit BWL kombinieren.“ Bei der Suche nach einem Studium stieß sie auf das Angebot der Hochschule Heilbronn – und war überzeugt. „Ich wusste, dass die Tourismusbranche sehr breit gefächert ist und es da viele Möglichkeiten gibt, zu arbeiten.“
Von 2006 bis 2010 war Yvonne Städter an der HHN eingeschrieben. „Ich hab mich auf die Fachrichtung Hotel konzentriert“, sagt sie. Da ging es nicht nur um Betriebswirtschaft und Marketing, auch der Event-Bereich spielte eine große Rolle. Neben dem Studium arbeitete die Weinsbergerin für die Hochschule, stellte die Studienangebote zum Beispiel auf Messen vor.
An der Hochschule hat ihr vor allem die Mischung aus Theorie und Praxis gefallen. „Gerade in Bereichen wie Wirtschaft ist es wichtig, nicht nur in die Theorie abzudriften.“ Außerdem sei das Studium so breit aufgestellt, dass man sich sehr gut vernetzen kann.
Yvonne Städter ist dafür selbst das beste Beispiel: „Mein Praxissemester absolvierte ich im Audi Forum in dem Bereich, der sich mit Veranstaltungen befasst.“ Das Audi Forum gehört zum Audi Standort Neckarsulm und bietet als Markenerlebniswelt auch Platz für Konferenzen oder Kulturveranstaltungen, wie Konzerte. „Die Aufgaben waren extrem breit gefächert und man hat auch als Praktikantin schon viel Verantwortung, wenn man möchte.“ Die Verbindung aus dem Praxissemester ebnete ihr den Weg ins Berufsleben.
Ein Jahr später arbeitete sie wieder für Audi und kümmerte sich mit um ein Aktionswochenende zum hundertjährigen Markenjubiläum. Auch ihre Bachelorarbeit schrieb sie über das Unternehmen. Kurz nach Abschluss des Studiums wurde sie angestellt und kümmert sich heute um Marketing und Budget für das Audi Forum. Für die 26-Jährige ist das eine ideale Kombination: „Sich nur um das Budget zu kümmern, wäre mir zu trocken. So entwickle ich auch Anzeigen, Flyer und Konzepte für das Programm im Audi Forum mit.“
Ihr berufliches Glück kann sie in ihrer Heimatregion erst richtig genießen. „Es gibt wunderschöne Ecken in und um Heilbronn herum, die es sich zu besuchen und zu entdecken lohnt.“
Stefan Gsell
„Der Master gibt einem mehr Selbstbewusstsein.“
2008 begann Stefan Gsell sein Master-Studium an der German Graduate School of Management and Law (GGS). „Ich habe mich für die GGS entschieden, weil es eine junge, aufstrebende Hochschule mit Visionen ist“, sagt er. Auch, dass an der GGS zahlreiche internationale Gastdozenten tätig sind, war ein wichtiges Argument für ihn. Bis 2011 machte der 32-Jährige an der privaten Hochschule berufsbegleitend seinen Master mit Fokus International Business. „Durch das Studium wird man flexibler, kann sich besser selbst organisieren und lernt zu priorisieren.“
Die Zeit an der GGS war nicht das erste Studium für Stefan Gsell. Bereits 2000 studierte er an der Berufsakademie in Karlsruhe Betriebswirtschaftslehre. Angestellt war er bei der Landesbank Baden-Württemberg und arbeitete dort im Risikomanagement. Nach einiger Zeit wollte er seinen Horizont erweitern – und schrieb sich an der GGS in Heilbronn ein.
In seinem Kurs war er der einzige Banker. „Wir waren eine breit gefächerte Gruppe. Der Großteil meiner Kommilitonen kam aus der Automobilindustrie, andere wiederum aus der Halbleiterbranche oder dem Einzelhandel.“
Heute ist Gsell als Consultant bei dem weltweit aktiven Softwarehersteller SAP tätig. In einem internationalen Team begleitete er unter anderem die Einführung einer neuen Software bei einem großen Unternehmen in Paris. „Durch ein Master-Studium lernt man, erfolgreich mit anderen in einem Team zusammenzuarbeiten, auf kulturelle Besonderheiten Rücksicht zu nehmen und komplexe Themenstellungen strukturiert anzugehen“, sagt Stefan Gsell heute. „Außerdem gibt es einem mehr Selbstbewusstsein, da man erkennt, welche anfänglich unüberwindbar erscheinenden Hürden man am Ende doch meistern kann!“
Auch die soziale Kompetenz wurde im Studium durch zahlreiche gemeinsame Aktivitäten gefördert. So versucht der 32-Jährige sich auch heute noch trotz der teils großen Entfernungen mindestens alle drei Monate mit seinen ehemaligen Kommilitonen zu treffen.
Marina Meng
„Ich konnte meine ganze Energie einbringen“
Bevor sie nach Deutschland kam, hatte Marina Meng eigentlich schon ein komplettes Studium absolviert. In ihrem Geburtsland China studierte sie Business Administration von 1992 bis 1995. „Es war aber schon immer mein Traum, in Übersee zu studieren“, erinnert sie sich heute. Und – auch wenn es eher ein Zufall war: Dieser Traum führte sie 2006 an die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) an den Campus Bad Mergentheim.
Zu verdanken hat sie das einer Mergentheimer Professorin. „Ich traf Frau Prof. Graf vom DHBW-Campus Bad Mergentheim in China, als sie dort auf der Suche nach eine Partneruniversität war.“ Als sie über den Studiengang International Business sprachen, der viele englische Vorlesungen enthält, fiel Marina Mengs Entscheidung für das Zweitstudium in der Region Heilbronn-Franken. Nach fast zehn Jahren im Berufs-, stürzte sie sich noch einmal ins Studentenleben. „Da ich in einer chinesischen Schule gearbeitet hatte, war es nicht so schwer, wieder ins Studieren zu kommen“, sagt die Chinesin.
Die Zeit an der DHBW war – wie alle dualen Studiengänge – zweigeteilt: Zunächst gab es sechs Monate Vorlesungen und Seminare, dann sechs Monate in einer Firma. „Ich hatte zehn Jahre meine ganze Energie gespart und konnte sie hier nun einbringen“, erzählt Marina Meng mit einem Schmunzeln. In ihrem Jahrgang gab es 21 Studierende – aus Deutschland, Frankreich und Amerika. „Ich mochte die internationale Atmosphäre sehr. Noch heute stehe ich mit einigen Mitstudenten in Kontakt.“
Heute arbeitet Marina Meng in der Region, bei ihrem Praxispartner im Studium, dem Sondermaschinenbauer GTS. „Ich schrieb meine Abschlussarbeit über den Weg von GTS auf dem chinesischen Markt, da konnte ich mein ganzes Wissen einbringen.“ Dieses Thema beschäftigt sie noch immer. „Die Zeit an der DHBW war eine sehr gute Grundlage für mich. Alles, was ich dort in den Vorlesungen gehört habe, finde ich inzwischen auch in der Praxis wieder.“
Dass die Städte in der Region deutlich kleiner als Mengs Geburtsstadt Zhengzhou sind, stört die 38-Jährige nicht. „Ich mochte Bad Mergentheim sehr. Es gibt nette Menschen und eine tolle Landschaft. Ich wollte die Stadt gar nicht mehr verlassen.“ Inzwischen wohnt sie in Heilbronn. Die Region Heilbronn-Franken ist Marina Mengs zweite Heimat geworden.
Sie fühlt sich so wohl, dass sie nun noch auf das Wissen einer weiteren Hochschule in der Region setzt. „Ich habe 2010 ein MBA-Studium an der German Graduate School of Management and Law begonnen.“ Hier will sie noch mehr darüber lernen, wie die Geschäftswelt funktioniert und welche neuen Techniken eingesetzt werden. Man lernt ja nie aus.
Alexander R. Hohl
„Ich wollte meinen Fokus erweitern“
„Man hat die Chance zu zeigen, was man kann!“ – so beschreibt Alexander R. Hohl sein Studium an der German Graduate School of Management and Law (GGS) in Heilbronn. Der 37-Jährige ist Leiter Handelsabwicklung bei der Kreissparkasse Heilbronn. Nach dem Studienabschluss in Frankfurt am Main suchte er 2007 nach einer Möglichkeit, ein Master-Programm zu absolvieren. Überzeugt hat ihn das Angebot der GGS. „Ich suchte ein regionales Angebot, in dem ich meinen Fokus erweitern konnte“, erinnert er sich. Besonders wichtig waren ihm zwei Punkte: „Dass die Vorlesungen auf Englisch sind und ich die Möglichkeit habe, im Ausland Erfahrungen zu sammeln. “
Studium und Beruf unter einen Hut zu bringen – das war für ihn kein Problem. „Ich habe schon immer berufsbegleitend studiert, ich wusste also genau, worauf ich mich einlasse.“ Und auch sein Arbeitgeber unterstützte ihn. Die Sparkasse stellte den Banker an den Tagen frei, an denen er an die Hochschule musste. Und sogar sein persönliches Studien-Highlight wurde ihm ermöglicht. „Ich konnte während des Studiums vier Wochen Praktikum bei National Australia Bank (NAB Group) in Großbritannien machen. Das war das Non plus Ultra.“
Doch auch abseits des Lehrbetriebs hat die Zeit an der Hochschule den 37-Jährigen begeistert. „Es gibt kleine Gruppen, der Kontakt ist sehr eng.“ Außerdem sei der Dialog zwischen der GGS und den Studierenden sehr intensiv. Noch heute ist er der Hochschule über den ALUMNI Verein und regelmäßige Veranstaltungen eng verbunden. „Auch wenn man für das Studium ein effektives Zeitmanagement braucht: Es lohnt sich“, ist der Banker überzeugt.
Daniel Nill
„Die Hochschule hatte ein unschlagbares Angebot“
Aus der Studentenstadt Tübingen ins beschauliche Künzelsau? Für Daniel Nill war das keine Frage. Er kam nach Künzelsau und blieb – auch nach dem Studium.
„Das war einfach ein unschlagbares Angebot“, sagt der gebürtige Tübinger über seinen Studiengang Betriebswirtschaft und Kultur,- Freizeit,- Sportmanagement in Künzelsau. Seit seinem achten Geburtstag spielt er ein Instrument, klassisches Musizieren ist eines seiner größten Hobbys. „Ich spielte in einem Orchester in Stuttgart“, erinnert sich der 27-Jährige, „und kam so zum ersten Mal mit Kulturmanagement in Berührung.“ Er machte sich auf die Suche nach einem Studiengang, der den Bereich mit Betriebswirtschaft verbindet - und wurde am Campus der Hochschule Heilbronn in Künzelsau, der Reinhold-Würth-Hochschule, fündig: „Der Studiengang hat ein Alleinstellungsmerkmal und ist in Deutschland an einer öffentlichen Hochschule einzigartig.“
Beim Studium stellte er fest, dass es nicht nur ihn, sondern Studierende aus ganz Deutschland in den 15.000-Einwohner-Ort verschlagen hatte. „Der Studiengang hat einen breiten Querschnitt von Studierenden“, sagt er. „Die Kommilitonen kommen aus dem ganzen Land.“ So sind schon im ersten Semester viele Freundschaften entstanden, weil man sich als Gruppe verbunden gefühlt hat. Die meisten Studierenden wohnen in Künzelsau in kurzer Entfernung voneinander, es gab viele WG-Partys oder Grillabende. „Man nimmt nicht nur den Abschluss mit, sondern auch viele Freundschaften.“
Doch nicht nur das Studentenleben bleibt dem Tübinger in toller Erinnerung. Das Betreuungsverhältnis an der Hochschule war sehr eng und persönlich, das Studium sehr praxisnah und abwechslungsreich. Jedes Jahr gibt es zum Beispiel eine Künstlerdozentur in Künzelsau. Ein Profi aus der Kulturszene berichtet den Studierenden dabei von seinem Alltag und setzt Projekte mit ihnen um. „Als ich im sechsten Semester war, hat Hartmut Engler von PUR bei uns unterrichtet“, erzählt Daniel Nill. „Die Stärke des Studiengangs ist eben, dass so viele externe Dozenten da sind und man so viel aus der Praxis kennenlernt.“
Langweilig wurde es in Künzelsau nie. Und Daniel Nill blieb einfach, gerade auch, weil sich trotz der überschaubaren Größe viele Karrieremöglichkeiten ergeben. Heute lebt der 27-Jährige noch immer in seinem Studienort und ist Assistent der Geschäftsführung der Akademie Würth. Damit schließt sich für Daniel Nill ein Kreis. Denn mit seiner „Stiftung zur Förderung der Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau“ engagiert sich der Unternehmer Reinold Würth auch intensiv für den Campus in Künzelsau. „Durch diese Unterstützung gibt es dort Möglichkeiten, die anders als an einer normalen Hochschule sind“, sagt Daniel Nill. Und das hatte ihn ja schließlich selbst in die Region gelockt.
Phillip Abele
„Die Soft Skills kriegt man in Mosbach in die Wiege gelegt“
Schon früh wusste Philip Abele, was er will: grenzenlos studieren, dabei unabhängig sein und so seinen Traum verwirklichen und das tun, was ihn fasziniert: Maschinen bauen.
Schon in der zehnten Klasse entschied er sich deshalb für seinen ganz eigenen Weg. Er verließ sein Gymnasium und wechselte auf eine Schule mit technischem Profil. Noch vor dem Abitur kam er zu einem Tag der offenen Tür an die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) nach Mosbach und stellte dort Kontakt zur Wittenstein AG her. Kurze Zeit später unterschrieb er bei dem Unternehmen einen Ausbildungsvertrag und studierte von 2006 bis 2009 Maschinenbau an der DHBW. „Ich wollte auf jeden Fall ein duales Studium machen, man hat einfach mehr Selbstständigkeit und ist durch das eigene Einkommen unabhängig von der Familie“, sagt Philip Abele.
Und noch etwas hat ihn gereizt: Weil jeder DHBW-Student bei einer Firma arbeitet und oft eine Praxisphase in das Studium integriert ist, bieten sich viele Möglichkeiten für Reisen. „Da gibt’s in keine Himmelsrichtung eine Grenze“, sagt der 25-Jährige.
Inzwischen ist sein Traum aus Schulzeiten wahr geworden. Der Crailsheimer arbeitet für Wittenstein und entwirft mit Kunden neue Maschinen. „Ich finde es toll, etwas Reales zu schaffen, das nicht nur auf dem Papier steht“, erzählt er. Schon im Studium hat er das umgesetzt, gemeinsam mit Kommilitonen für einen Wettbewerb ein Biogasfahrzeug samt Tankstelle entwickelt. „Mit dem Auto sind wir zum Finale nach Korsika eingeladen worden, das war eines der Highlights im Studium.“
Selbstständig zu entscheiden und sich damit gegenüber Kunden zu behaupten – das hat er auch an der DHBW gelernt. „Das Soziale, die Soft Skills, kriegt man in Mosbach in die Wiege gelegt“, ist Philip Abele überzeugt. „Jeder der dort studiert, musste vorher schon ein Bewerbungsverfahren in einer Firma durchstehen.“ Da zähle eben nicht nur das Abitur für die Zulassung. „Wer mit beiden Füßen im Leben steht, kann auch mal eine schlechtere Note haben.“
Deshalb entstehe unter den Studierenden an der Dualen Hochschule auch eher eine Gemeinschaft als an der Uni. „Es entwickelt sich eine Nachbarschaftskultur, weil es so viele Studenten in Mosbach gibt.“
Und das kommt ihm auch heute noch zugute. „Obwohl ich Kunden international berate, sind auch viele Spitzenfirmen in der Region ansässig“, sagt Phillip Abele. „Manche Kunden sind ehemalige Kommilitonen, ich kenne ihre Firmen teilweise schon gut.“
Astrid Simon
„Man ist an der Hochschule nicht auf sich allein gestellt“
Von Sachsen nach Heilbronn – dieser Pendel-Strecke verdankt Astrid Simon, dass sie sich seit März 2011 Master of Laws nennen darf. Die 40-Jährige schloss ihr Studium nach drei Jahren an der German Graduate School of Management and Law (GGS) in Heilbronn ab. Für ihre Arbeit im Vertrieb der Computerfirma DELL hat ihr das viel gebracht. „Da hilft das Wissen natürlich bei Vertragsverhandlungen sehr.“ Vor der Zeit an der GGS hatte sie bereits Betriebswirtschaft studiert und sich bewusst dafür entschieden, mit dem juristischen Master etwas Neues zu lernen.
„Das Studium, speziell für Leute, die vorher wenig mit Jura zu tun hatten, gibt es sonst nirgendwo“, sagt Astrid Simon. Für die gebürtige Sächsin war deshalb schnell klar, dass sie in der Stadt am Neckar studieren will – so wie viele Berufstätige aus anderen Fachrichtungen. In Astrid Simons Seminargruppe zeigte sich das: „Wir hatten auch Wirtschaftsingenieure und sogar eine Kommilitonin, die Geschichte studiert hatte.“
Insgesamt waren es dreizehn Studierende, zwischen 21 und 53 Jahre alt. „Obwohl wir sehr unterschiedlich waren, haben wir auch in der Freizeit viel zusammen gemacht.“ Die GGS habe durch Feste und andere Aktionen viel dazu beigetragen, dass die Studierenden außerhalb der Seminarräume zusammenkamen. „Man ist an so einer Hochschule eben nicht auf sich alleine gestellt, kann die Professoren jederzeit anrufen und wird bei Problemen unterstützt.“
Dass sie drei Jahre parallel zum Beruf studieren musste, war für Astrid Simon nicht so schlimm. „Das Wochenende ist ja abgeschlossen“, danach könne man sich wieder auf die Arbeit konzentrieren. Für ihr Studium an der GGS fuhr Astrid Simon mindestens einmal im Monat von Sachsen nach Heilbronn – doch das war es wert, besonders für die eine Sache, die sie aus der Studienzeit mitnimmt: „Man konnte lernen, wie Juristen denken.“ Sehr systematisch und schrittweise, vor jeder Entscheidung. „Das kennt man als BWLer nicht.“
Das Studium hat sich beruflich für Astrid Simon gelohnt. Während sie in Heilbronn studierte, wuchs schließlich auch ihr Aufgabenbereich auf Arbeit. Kein Wunder: „Ich habe viel gelernt, wie man selbstbewusst auftritt und andere Leute überzeugt“, erinnert sie sich.
Thomas Conz

- Thomas Conz studierte an der GGS
„Wie wirkt sich eine Entscheidung von heute in fünf Jahren aus?“
Für einen der vielen Weltmarktführer in der Region Heilbronn-Franken zu arbeiten – das hatte Thomas Conz schon vor seinem Master-Studium erreicht. Doch: „Man sollte versuchen, sich immer auch als Person abzugrenzen. Neben persönlichem Einsatz und der Qualität der Arbeitsergebnisse wirkt sich natürlich auch so ein Abschluss bei gewissen Entscheidungen in einem Unternehmen aus“, ist der 27-Jährige überzeugt.
Zwischen 2007 und 2009 machte Thomas Conz seinen Master of Science an der German Graduate School of Management and Law (GGS) in Heilbronn. Berufsbegleitend zu seinem Job als Teamleiter im Vertrieb der Schunk GmbH. Die Firma ist Weltmarktführer für Spanntechnik und Greifsysteme. Dass der 27-Jährige das zusätzliche Studium machen konnte, ging vor allem auf seine eigene Initiative zurück. „Wenn ich was haben will, muss ich mich selbst dafür einsetzen“, sagt er.
Ein Vorteil der GGS liegt für Thomas Conz auf der Hand: „Das Betreuungsverhältnis ist toll. Ich kenne keine Hochschule, die das so gut macht.“ Durch die vielen Gastdozenten habe man hier das Wissen aus vielen Hochschulen an einem Ort verbunden. „Man kriegt in dem Studium einfach neue Perspektiven“, erzählt Thomas Conz. „Durch den Kontakt mit anderen Studierenden und Professoren wächst das Verständnis für andere Sichtweisen und Meinungen.“
Gerade das Thema Nachhaltigkeit sei sehr wichtig gewesen: „Wie wirkt sich eine Entscheidung von heute in fünf Jahren aus?“ Außerdem habe er viele Systematiken an der Hochschule gelernt, die er jetzt in der Praxis anwenden kann und ein großes Netzwerk zu den Kommilitonen aufgebaut. „Prägend waren für mich vor allem die Wochenenden an der Hochschule: In kleinen Gruppen haben wir verschiedene Themen diskutiert und durch die unterschiedlichen Hintergründe der Studenten immer wieder Neues entdeckt!“
Alexander Michelfelder
„Ich wollte nicht stehen bleiben, sondern mich weiterentwickeln.“
Die Geburt seines ersten Kindes hat den Blick von Alexander Michelfelder verändert. Drei Jahre waren da schon nach seinem Hochschulabschluss vergangen. Doch mit dem Nachwuchs kam eine Erkenntnis: „Ich fragte mich, wie ich mich weiterentwickeln kann, um meiner Familie Sicherheit und eine Perspektive bieten zu können.“ Denn trotz eines Vollzeit-Jobs und schwangerer Ehefrau stand für den heute 36-Jährigen fest: „Es ist die richtige Zeit für den nächsten Karriereschritt.“
So begann er nach Möglichkeiten zu suchen, sich nebenberuflich weiterzubilden. Fündig wurde er in Heilbronn. An der German Graduate School of Management and Law (GGS) gibt es einen Master-Studiengang, der auf Inhalte und Professoren der renommierten Leeds University zurückgreift. „Für mich war eines der entscheidenden Argumente, dass es ein akkreditiertes englischsprachiges Studium war“, sagt Alexander Michelfelder.
Das berufsbegleitende Studium war aus seiner Sicht die ideale Grundlage für seine berufliche und familiäre Zukunft. „Ich versuche mir immer neue Ziele zu setzen und niemals stehen zu bleiben“, erzählt der 36-Jährige. „So bleibe ich auch für Arbeitgeber interessant.“ Beim IT-Dienstleister TDS AG in Neckarsulm ist er heute Marketingreferent. „Ich habe festgestellt, dass in einem Bewerbungsgespräch honoriert wird, wenn man aus eigenem Antrieb berufsbegleitend studiert.“
Besonders interessant fand er die Unterschiede zwischen einer englischen Hochschule und seinem ersten Studium in Heidelberg. „Man erweitert seinen Horizont in viele Richtungen. Neben neuen kulturellen Eindrücken hat mir die praxisnahe Wissensvermittlung sehr gut gefallen.“ Die Zeit an der GGS habe vor allem für ihn selbst viel gebracht. „Ich habe persönlich einfach einen Sprung gemacht - auch wenn oder gerade weil die beiden Jahre recht anstrengend waren.“
Dass er das Studium trotz dieser Anstrengung gut gemeistert hat, liege vor allem an der persönlichen Atmosphäre der Hochschule, an der Unterstützung durch alle Mitarbeiter und nicht zuletzt der eigenen Familie. Auch in seiner Seminargruppe mit dreizehn Kommilitonen fühlte er sich wohl. „Obwohl wir sehr unterschiedliche Vorbildungen hatten, haben wir uns toll verstanden.“
Für alle, die an einem Masterstudium an der GGS interessiert sind, hat der erfolgreiche Master-Absolvent einen Tipp. „Um sich zu differenzieren, muss man mehr leisten als die Masse.“
Toni Guggemoos
"Mich hat das Duale Studium überzeugt, weil man schnell anpacken kann"
In Garmisch-Partenkirchen kommt es wohl nicht oft vor, dass sich Talente gegen den Wintersport entscheiden. Toni Guggemoos hat es getan und nie bereut. „Der Magnet Audi war einfach stärker“, sagt der 28-Jährige heute.
Als Schüler war er Langläufer im bayerischen Skiverband. „Audi war damals Sponsor und hat mich als Unternehmen interessiert und fasziniert.“ Nach einigem Überlegen stand für ihn die Entscheidung fest: „Ich habe mich gegen die sportliche Karriere entschieden und für die berufliche.“
Doch wie direkt bei Audi einsteigen? In den folgenden Monaten informierte sich Toni Guggemoos über die verschiedenen Möglichkeiten. „Ich wollte so schnell wie möglich anpacken“, sagt er. „Da hat mich das Konzept des Dualen Studiums überzeugt.“ Der Wechsel aus Hochschule und Arbeit im Unternehmen war genau das richtige für ihn. „In der Vorlesung hören, wie eine Pressemitteilung geschrieben wird und dann bei Audi die Routine bekommen, das war für mich ideal.“
Von 2004 bis 2007 hat der Bayer an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW Mosbach) studiert und sein Diplom im Studiengang International Business Management am Campus Bad Mergentheim absolviert. „Ich habe in den Praxisphasen das Unternehmen gut kennengelernt, weil ich dank Audi international viel herumgekommen bin“, erinnert er sich. Schnell stand für Toni Guggemoos fest, dass er sich auf den PR-Bereich spezialisieren wollte. Das dritte Semester studierte er an der California State University Long Beach und schrieb seine Diplomarbeit bei Audi of America in der Nähe von Detroit. „Die Erfahrungen, die ich im Ausland sammeln durfte, haben mir geholfen, mich persönlich weiterzuentwickeln“, sagt er heute. In seiner Diplomarbeit konnte er diese verschiedenen Erfahrungen kombinieren und untersuchte in den USA die Premium-Marken-Strategie des Unternehmens. Nach seinem Abschluss arbeitete Guggemoos vier Jahre als Pressesprecher für den Standort Neckarsulm. „Eine wertvolle Zeit, in der ich in vielen spannenden Projekten arbeiten durfte “, so sein Resumee.
Heute betreut Toni Guggemoos die Kommunikation des Audi Personalmarketing in Ingolstadt. Das duale Studium hat ihm den Weg gewiesen. „Das Studium ist effizient ausgestaltet und eine ideale Verbindung von Theorie und Praxis.“ Während der Zeit könne man sich spezialisieren und auf den Bereich konzentrieren, der einen am meisten interessiert. Die drei Jahre seien eine Herausforderung – aber bewältigbar. „Es kommt darauf an, wie gut man sich organisiert.“










