WG-Zimmer oder eigene Wohnung? | hochschulenhoch3

Mehr als ein Dach über dem Kopf

Welche Wohnung ist die richtige für mich?

Wohnheim

Ein Wohnheimplatz ist das Rundum-Sorglos-Paket. Der Mietpreis enthält alle Nebenkosten, die Zimmer sind möbliert, Küche und Bad stehen bereit. Für Internetzugang wird gesorgt, Fernsehanschluss gibt es ebenfalls. Man braucht also nur seine Umzugskartons auszupacken und kann sich zurücklehnen. Ein Hausmeister hilft bei kaputten Glühbirnen oder tropfenden Wasserhähnen. Außerdem trifft man hier viele andere Studenten, es gibt Partys und Gemeinschaftsräume zum Kennenlernen. Und: Die Wohnheime sind meist sehr günstig gelegen, so dass man bequem zu Fuß zur Hochschule kommt. Dieser Luxus ist natürlich sehr begehrt - und die Zimmer in Heilbronn, Künzelsau und Mosbach reichen nie für alle Bewerber. Außerdem bezahlt man die Vollausstattung mit einigen Einschränkungen: Löcher bohren, Möbel aussortieren oder bunte Farbe an die Wände streichen ist meist nicht erlaubt. Oft teilt man sich zudem das Bad und die Küche mit einem Mitbewohner – ohne, dass man sich vorher kennt. 

WG

Eine WG hingegen kann – samt der Mitbewohner - vor dem Einzug auf jeden Fall besichtigt werden. Da kann auch abgesprochen werden, welche Möbel vielleicht vom Vormieter im Zimmer bleiben, welche Ausrüstung in der Küche vorhanden ist und wie man sich gemeinsam um Einkauf, Abwasch, Müll oder Putzen kümmert. In einem WG-Zimmer fühlt man sich je nach Vermieter wie in einer eigenen Wohnung. Außerdem ist auch die WG eine super Möglichkeit, andere Studenten zu treffen und sich schnell in der neuen Stadt einzuleben. Dabei sollte auch bedacht werden: Der Mietpreis eines Zimmers ist meist nicht der Endpreis. Einmal im Jahr gibt es eine Nebenkostenabrechnung, die zu Nachzahlungen führen kann, oft teilt man sich die Kosten für Internet und Fernsehen. Außerdem kann es in einer Wohngemeinschaft trotz ausführlichem Kennenlernen auch mal Probleme mit den Mitbewohnern geben. Hier gibt es keine Hausordnung wie im Wohnheim, die Regelungen für laute Partys oder eine schmutzige Dusche enthält.

Eigene Wohnung

Diese Probleme gibt es in einer eigenen Wohnung nicht. Dafür ist diese Variante oft die teuerste, weil die Wohnung komplett ausgestattet werden muss und man alle Kosten alleine trägt. Meist ist der Wunsch nach einer eigenen Wohnung gar nicht so leicht umzusetzen. Immerhin sind Ein-Zimmer-Wohnungen nicht nur bei Studenten begehrt. Und viele Vermieter bevorzugen einen Mieter mit festem Einkommen.