Umfrage zu technischen Studiengängen | hochschulenhoch3

Umfrage: Warum ein technisches Studium?

7. April 2017 – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – wo sich den einen die Nackenhaare aufrichten, finden andere spannend und faszinierend. Was reizt Studierende an den sogenannten MINT-Fächern? Hochschulenhoch3 hat an der Hochschule Heilbronn nachgefragt.

Daniel Ehmann, Master Electronic Systems Engineering

Daniel Ehmann hat an der Hochschule Heilbronn seine Profession gefunden: Nach seinem Bachelor in Robotik und Automation absolviert er jetzt ein Masterstudium in Electronic Systems Engineering. Zusätzlich arbeitet er als akademischer Mitarbeiter im Labor für praktische Informatik. Warum entschied sich der 29-Jährige für ein technisches Studium? Ehmann: „Nach meiner technischen Berufsausbildung war für mich klar, dass ich studieren möchte. Robotik und Automation fand ich spannend, weil man etwas Neues entwickeln kann“, erklärt er. Ein Wirtschaftsstudium kam nicht in Frage. „Das ist für mich nichts Greifbares.“ An Robotersystemen arbeiten und ihnen beibringen, Befehle zu verarbeiten – das ist es, was Daniel Ehmann reizt. „Das Tolle daran: Man sieht direkt, was man macht.“

Angelika Czekalla, Master Medizinische Informatik

Medizinische Informatik – was ist das eigentlich? Wir haben eine Studentin gefragt, die es wissen muss: Angelika Czekalla. Den Bachelor in Medizinische Informatik hat sie bereits in der Tasche, jetzt sattelt sie den Master drauf. Sie erklärt: „Medizinische Informatik ist ein Informatikstudium mit dem Nebenfach Medizin. Dafür pendeln die Studierenden einmal pro Woche an die Uni Heidelberg.“ Dort lernen sie die Grundlagen in Medizin, aber auch Themen wie Einführung ins Krankenhauswesen und Struktur der Krankenkassen. „Die Software medizinischer Geräte und der Umgang damit wird im Studium auch durchgenommen.“

Angelika Czekalla wusste schon in der Mittelstufe der Schule, wo ihre Begabungen liegen: In Mathematik und Informatik. „Übers Internet bin ich auf Medizinische Informatik an der Hochschule gestoßen. Ich dachte: Das sind aktive Leute, da will ich hin.“ Mit dieser Wahl scheint die 22-Jährige ins Schwarze getroffen zu haben: „Das Studium ist voll mein Ding. Es macht mir tierisch Spaß, wissenschaftliche zu arbeiten. Vielleicht hänge ich nach dem Master noch eine Promotion dran, mal sehen.“

Cornelia Zeiler, Bachelor Wirtschaftsinformatik

Cornelia Zeiler stammt aus Österreich. Dort hat sie ein Magisterstudium in Marketing and Sales gemacht und danach 10 Jahre in Wien im Marketing gearbeitet. Warum lebt sie heute in Heilbronn? „Für meine Freund bin ich umgezogen“, sagt sie. Durch das Wirtschaftsinformatik-Studium möchte Cornelia Zeiler ihre Marketingkenntnisse ergänzen. Mit dieser Kombination sieht sie sich bestens gerüstet, um später im Bereich Webdevelopment zu arbeiten. „An der Hochschule finde ich den Praxisbezug klasse. Das ist in meinen Augen ein großer Vorteil bei technischen Studiengängen.“ Aktuell entwickelt Cornelia mit ihren Kommilitonen eine Klausurverwaltungssoftware für die Hochschule. Die Idee: Der Professor gibt die Punkte einer Klausur ein, die Software berechnet daraus automatisch die Note und läd sie ins Hochschulsystem. Neben dem Studium arbeitet die Österreicherin als Werksstudentin bei Bosch. Außerdem ist sie die amtierende Studienpräsidentin an der Hochschule.

 

Text und Fotos: Sarah Arweiler