Umfrage zu neuem US-Präsident | hochschulenhoch3

Umfrage: Was sagt ihr zum neuen US-Präsidenten?

9. November 2016 – Das amerikanische Volk hat seinen Präsidenten gewählt: Donald Trump wird die nächsten vier Jahre die USA regieren. Für Viele eine Überraschung? Ein Schock? Hochschulenhoch3 war am Bildungscampus unterwegs und hat nachgehört, was die Heilbronner Studierenden über den neuen amerikanischen Präsidenten denken. Außerdem haben wir Professor Markus Vodosek, Akademischer Leiter MBA an der GGS, nach seiner Meinung gefragt.

 

 

Sascha, 26, Internationale Betriebswirtschaft Osteuropa (IBO), Hochschule Heilbronn (HHN)

„Es hatte sich schon in den letzten Wochen abgezeichnet dass es eng werden würde: Clinton und Trump waren in Umfragen gleichauf. Keiner der beiden Kandidaten war mein Favorit. Was man so gehört hat waren alle gegen Trump. Ich habe amerikanische Freunde über Facebook, die waren auch klar gegen ihn. Ich frage mich: Wer hat ihn dann gewählt? Trump hat keine Erfahrung als Politiker. Da ist es schwer abzuschätzen, was auf uns zu kommt mit ihm als Präsidenten. Ganz bestimmt werden jetzt die Beziehungen zwischen den USA und Russland besser.“

Jochen, 20, IBO, HHN

„Beide Kandidaten waren nicht gut. Aber Clinton hat zu viel Dreck am Stecken und ist einfach unsympathisch. Ich habe mich schon gewundert dass sie überhaupt so weit gekommen ist. Trump ist direkter und sagt, was er denkt. Ich dachte mir schon, dass Trump die Wahl gewinnt. Aber dass der Sieg so klar ist hat mich heute Morgen geschockt. Auf jeden Fall bin ich gespannt, was er jetzt liefert. Er kann nicht alles umsetzen, was er im Wahlkampf versprochen hat.“

Vanessa, 20, IBO, HHN

„Trump hat von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass er ein übler Kerl ist. Er steht dazu. Clinton hat versucht, vieles zu vertuschen oder heimlich zu machen. Das kommt nicht gut an. Die Leute haben nach einer Alternative gesucht. Und Trump ist eben anders als alle anderen Politiker. Ich bin wirklich gespannt, was seine Präsidentschaft auf internationaler Ebene zu bedeuten hat. Was wird zum Beispiel aus TTIP?“

Davis, 23, IBO, HHN

„Alles, was Trump im Wahlkampf gefordert hat, wird nicht klappen. Die Mauer zu Mexiko, seine Pläne gegenüber Einwanderern – sollte er das alles doch umsetzen, wird die Situation in den USA eskalieren. Dann bricht dort ein Bürgerkrieg aus.“

Thomas, 22, Weinbetriebswirtschaft, HHN

„Ich bin schockiert über seine Wahl. Trump ist ein Rassist, ein Frauenfeind. Für mich kein Präsident. Aber ich habe befürchtet, dass er es wird. Die USA machen sich mit Trump nicht beliebter, ich denke auch dass die außenpolitischen Beziehungen schwieriger werden. Wenn er die Strafzölle für Exporte einführt, wird das Deutschland negativ beeinflussen. Hillary war auch nicht optimal, aber ich glaube die Amerikaner wollten keine Frau als Präsidentin. Das war vielleicht auch ein Grund weshalb sie die Wahl verloren hat. Trotz allem wäre Hillary besser gewesen.“

Jupp, 18, BWL-Konsumgüterhandel, DHBW Heilbronn

„Trump ist ein A… aber besser als Clinton. Sie ist eine Kriegstreiberin. Jetzt werden immerhin die Beziehungen zwischen den USA und Russland besser, was für die Gesamtstabilität Europas wichtig ist. Vielleicht können auch die Verhandlungen für den Syrien-Konflikt neu aufgenommen werden.“

Viven und Laura, beide 20, BWL-Konsumgüterhandel, DHBW Heilbronn

„Ich kann nicht nachvollziehen dass die Amerikaner so auf einen Rassisten reagieren. In Umfragen lag immer Clinton knapp vorne. Vielleicht haben sich die Leute nicht getraut zu sagen, dass sie es gut finden, was Trump sagt." Laura sie es so: "Es ist fraglich, welche Konsequenzen es mit Trump als Präsidenten geben wird. Die Börsenkurse sind zwei bis drei Stunden nach den Ergebnissen alle runtergegangen. Trump hat immer gesagt, er will sein Land stärken. Klar finden das die Leute gut. Trump spricht das aus, was Viele denken, aber niemand sagt. Während dem Wahlkampf wurde immer über ihn gesprochen, er stand immer im Fokus der Medien. Vielleicht wurde er deshalb gewählt. Jetzt muss er schauen, wie er seine vielen Versprechen auch umsetzen kann.“

Felix, 20, BWL-Dienstleistungsmanagement-Sportmanagement, DHBW Heilbronn

„Die Folgen für die USA: Es wird eine Mauer zu Mexiko von amerikanischen Steuergeldern gebaut, es werden hohe Abwanderungsraten nach Kanada geben, der Dollar fällt bereits jetzt. Ich denke Trump hat gewonnen, weil sein Wahlprogramm einfach war. Jeder noch so schwach Gebildete hat ihn verstanden. Und gewählt.“

Tim, 26, -Dienstleistungsmanagement-Sportmanagement, DHBW Heilbronn

„Das war eine Protestwahl, wie man es in Europa auch beobachten kann. Offensichtlich zählen keine Argumente mehr, nur noch Entertainment und einfache Floskeln. Ich sehe das deutsch-amerikanische Verhältnis gefährdet. Für Deutschland werden sich die Exporte in die USA nicht mehr lohnen, wenn Trump wirklich Strafzölle einführt.“

 

Text und Fotos: Sarah Arweiler