Umfrage zu Nebenjobs | hochschulenhoch3

Umfrage: Welche Nebenjobs habt ihr?

17. November 2016 – Kellnern gilt als der Klassiker unter den Nebenjobs für Studierende. Aber ist an dem Klischee wirklich was dran? Hochschulenhoch3 war am Campus Sontheim unterwegs und wollte von euch wissen, was ihr „nebenher“ macht, um den schmalen Geldbeutel aufzubessern. Hier sind eure Antworten.

Johanna, 20, studiert Angewandte Informatik und Manuel, 25, studiert Software-Engineering

Johanna: „Ich arbeite bei der Lebenshilfe als Freizeitbetreuerin von behinderten Kindern und Erwachsenen. Über meine Schwester bin ich an die Stelle gekommen, sie hat das während ihrem Studium auch gemacht. In der Arbeitseinteilung bin ich völlig flexibel: Einen Monat vorher sag ich Bescheid, wann und wie oft ich arbeiten möchte. In der Regel werde ich dann auch so eingeteilt. Im Schnitt arbeite ich drei Tage pro Monat, in den Ferien natürlich mehr. Bei 6,75 Euro pro Stunde mache ich das eher just for fun. Deshalb überlege ich, mir noch etwas anderes zu suchen. Vielleicht einen Informatikjob. Mal schauen.“

Bei Manuel sieht es so aus: "Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung gemacht. In den Semesterferien arbeite noch in dieser Firma und programmiere Software. Das mache ich dann vier Wochen am Stück und werde genau so bezahlt, wie vorher, als ich noch dort gearbeitet habe. Zusammen mit meinem Stipendium reicht mir das finanziell."

Maylin, 21, studiert technisches Logistikmanagement TLM

„Ich bin Werksstudentin bei EnBW. An den Job kam ich über den Kontakt meiner alten Firma, in der ich vor meinem Studium eine Ausbildung gemacht habe. Während dem Semester arbeite ich circa fünf Stunden pro Woche im Lager. Zu meinem Aufgabenbereich gehört die Lageroptimierung. Mit der finanziellen Unterstützung meiner Eltern reicht mir das. In den letzten Semesterferien habe ich sechs Wochen am Stück 38 Stunden in der Woche bei EnBW gearbeitet. In der Zeit konnte ich viel Geld ansparen.“

Eduard, 22, studiert TLM

„In den letzten Semesterferien habe ich acht Wochen bei der Firma Mayer Kuvert in Heilbronn als Maschinenbediener gearbeitet. Die Maschine, an der ich arbeitete, produziert aus Papierbögen Briefkuverts. Die fertigen Kuverts habe ich auf ihre Qualität überprüft und sie dann verpackt. Derzeit lebe ich noch von dem Geld, was ich dort verdiente habe. Ich warte noch auf eine Antwort von meinem Bafög-Antrag. Ich hoffe dass da demnächst Post kommt, denn so langsam wird es finanziell eng.“

Johanna, 19, studiert TLM

„Ich habe derzeit eine Hiwi-Stelle im Studiengang TLM, wo ich ein Tutorium gebe. Insgesamt arbeite ich fünf Stunden pro Woche bei einem Stundensatz von 9,50 Euro. Zusätzlich bekomme ich noch jeden Monat etwas von meinen Eltern dazu, das reicht dann. In den letzten Semesterferien habe ich bei Würth in Künzelsau in der Abteilung Verpackung und Versand gearbeitet.“

David, 21, studiert Verfahrens- und Umwelttechnik VU

„Ich arbeite immer in den Semesterferien. In den letzten Ferien habe ich bei Solvay, einer Chemiefabrik in Bad Wimpfen, gearbeitet. Dort war ich für die Kennzeichnung des Rohrleitungsnetzes zuständig. Ich hatte einen Plan auf dem stand, welche Rohre mit welchen Schildern versehen werden müssen. Auf den Schildern steht, wie der Durchmesser des Rohres ist, was durchläuft und wie hoch Druck und Temperatur sind. Das habe ich insgesamt sechs Wochen lang gemacht mit 38,5 Wochenarbeitsstunden. Der Verdienst war gut: Mit Gefahrenzuschlag kam ich auf einen Stundenlohn von 17 Euro – damit komme ich durch das ganze Semester.

Laura, 20, studiert VU

Ich bekomme Taschengeld von meinen Eltern und meinen Großeltern, deshalb mache ich im Semester nicht viel. Ab und zu gebe ich bei Bekannten für zehn Euro pro Stunde Nachhilfe in Mathe, ungefähr zehn Stunden pro Monat. Für die nächsten Semesterferien suche ich mir aber auch einen Ferienjob, wahrscheinlich wie David in der Industrie. Da verdient man ja ganz gut (lacht).“


Tobi, 20, studiert VU

„Nach meinem Abi habe ich eine Zeit lang bei Edeka als Angestellter gearbeitet. Im Markt habe ich alles gemacht: Putzen, Regale einräumen, Kunden betreuen. Zur Zeit habe ich keinen Nebenjob, da meine Eltern mir jeden Monat etwas geben. Außerdem habe ich noch ein bisschen Erspartes aus der Zeit bei Edeka. Für die nächsten Semesterferien suche ich mir auch einen Job. Was ist mir ganz egal, nur Kellnern kommt für mich nicht in Frage. Ich möchte den ganzen Tag arbeiten und nicht nur abends.“

 

Text und Fotos: Sarah Arweiler