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Mehr als nur Geld nebenher

Ein Nebenjob gehört für viele Studierende mit dazu – um den Lebensunterhalt zu finanzieren oder um noch etwas Taschengeld extra zu haben. Doch wie findet man den passenden Arbeitgeber? Steffen Wörner musste sich nicht groß auf die Suche begeben: Neben seinem Hotel- und Restaurantmanagementstudium an der Hochschule Heilbronn arbeitet der 22-Jährige weiterhin in seinem Ausbildungsbetrieb, dem Landhaus Hohenlohe in Rot am See. „Es ist in der Gastronomie sicher einfacher, einen Studentenjob zu finden, als in der Industrie“, meint Wörner.

Jobportale an der Hochschule Heilbronn

Studierenden, die auf Jobsuche sind, und Unternehmen, die Stellen ausschreiben wollen, bietet die Hochschule gleich zwei Portale: das öffentliche Jobportal Heilbronn sowie eine Zimmer- und Jobbörse im internen Bereich. „Es ist die Frage, was der Student sucht“, sagt Birgit Englert vom Studentischen Servicebüro.

Im internen Bereich finden sich klassische Neben- und Ferienjobs. Dort werden Aushilfskräfte im kaufmännischen Bereich und in der Gastronomie gesucht, aber auch Umzugshelfer. Alle Studenten der Hochschule haben einen Zugang. Bisher mussten Anzeigen vom Servicebüro eingegeben werden. Im neuen Portal, das zum Wintersemester gestartet ist, sollen Unternehmen ihre Angebote selber einstellen und bearbeiten können.

Blick In Richtung Berufseinstieg

Jobs, die einen direkten Bezug zum Studium haben, also Werkstudentenjobs, Praktika, aber auch Jobs für Berufseinsteiger, gibt es auf dem öffentlichen Portal, das von einer externen Firma betrieben wird. Bis zu fünf Anzeigen sind kostenlos, für Zusatzfunktionen zahlt man allerdings extra. Die bundesweiten Angebote lassen sich nach Region filtern. Über dieses Jobportal sucht etwa der  Bundesnachrichtendienst nach IT-Experten, aber auch das IT-Startup Favotec aus Heilbronn macht sich dort auf die Suche nach Nachwuchs.

„Wir arbeiten gerne mit Studenten zusammen“, sagt Waldemar Koch, einer von drei Favotec-Geschäftsführern. Das Unternehmen schreibt regelmäßig Werkstudentenjobs und Praktikumsstellen aus. Wichtig ist aus Sicht von Koch die Wertschätzung für die Studierenden. Das bedeutet: Man fördert und begleitet die Studierenden und unterstützt sie finanziell.

Neben den Jobportalen vertraut das Unternehmen auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda, Empfehlungen von Professoren und Events, wie das Barcamp. Dass Beziehungen und Bekanntschaften hilfreich sein können, hat auch Steffen Wörner schon mehrfach erfahren. Durch private Kontakte kam der Student etwa zu einem Ferienjob beim Mawell Resort in Langenburg. Er meint: „Vitamin B ist auch als Student überlebenswichtig.“

 

Text: Janis Dietz, Foto: fotolia