Hirn und Lernen - so funktioniert's | hochschulenhoch3

Das Hirn und das Lernen – So funktioniert‘s

16. Janaur 2018 – Die Prüfungsphase naht und alle Klausuren müssen geschrieben werden. Und natürlich gilt es, ein Stapel Bücher und Vorlesungsfolien auswendig zu lernen. Für alle diejenigen, die kein fotografisches Gedächtnis haben – hier kommen unsere Tipps:

Die Lernkurve

Auswendig lernen macht keinen Spaß. Das Gelernte wieder zu vergessen noch weniger. Um das zu verhindern, lohnt es sich zu wissen, wie unser Hirn funktioniert:

Wenn man eine Information zum ersten Mal hört, landet sie erst einmal im Kurzzeitgedächtnis. Dort speichert das Hirn täglich eine Vielzahl von Informationen und muss am Ende des Tages nach Relevanz filtern, was vom Gelernten denn nun auch tatsächlich notwendig ist. Liest Du also einen Text nur einmal, dann ist es wahrscheinlich, dass Du die Informationen bald wieder vergessen hast.

Wenn Du jedoch innerhalb von 24 Stunden, nachdem Du den Text gelesen hast, eine Zusammenfassung dazu liest (bis zu zehn Minuten reichen völlig), ist es wahrscheinlicher, dass Du Dich daran erinnerst.

Um das Wissen tatsächlich im Langzeitgedächtnis zu verankern, reicht es meistens schon aus, eine Woche später das Gelernte noch einmal zu überfliegen (fünf Minuten). Danach sollte das Wissen zumindest auf Zeit in deinem Gedächtnis abgespeichert bleiben.

Schlaf

Zurück zum Hirn. Wie bereits erwähnt muss es jeden Tag filtern, was genau denn jetzt wichtige Informationen sind und was nicht. Dieser Prozess passiert vor allem, wenn wir schlafen – in den Tiefschlafphasen.

Das heißt also zum Beispiel bei Vokabeln, die Du tagsüber angeschaut hast – schau schau sie Dir direkt vor dem Schlafen gehen noch einmal an. Die Information ist dann noch frisch und wird besser verarbeitet.

Tricksen

Das Hirn lässt sich austricksen. Man kann sich selbst helfen, indem man Assoziationen erstellt. Lernst Du für deine Mathe-Klausur und isst dabei die ganze Zeit eine bestimmte Art Kaugummi (zum Beispiel Minze-Geschmack), dann erinnert sich das Hirn daran. Wenn Du dann in der Klausur sitzt und diesen Geschmack wieder aufrufst, also einen Kaugummi kaust, erinnerst Du Dich leichter, was Du gelernt hast.

Nicht stressen lassen

Wenn Du gestresst bist, behältst Du Informationen schlechter. Es ist nicht schlimm, abends eine Pause einzulegen oder einen Tag der Woche nicht so intensiv zu lernen. Wenn Du entspannt und gut vorbereitet an die Sache gehst kann Dein Hirn sich auf den Stoff konzentrieren – und Du musst effektiv weniger lernen, weil Du weniger vergisst.

 

Text: Leon Merkert, Bild: Adobe Stock