Auslandssemester in Riga | hochschulenhoch3

Für ein Semester nach Riga

Für Jenny Koller, Studentin für International Business – Osteuropa (IBO) an der Hochschule Heilbronn, war nach dem Abitur klar: Jetzt geht es raus in die Welt. „Nach meinem Abi habe ich ein Jahr in Paris gelebt. Während dem Studium wollte ich auf jeden Fall auch ins Ausland“, sagt sie. Sie entscheidet sich für Riga. Gemeinsam mit einer Freundin geht die Reise los – ein halbes Jahr Lettland.

Als sie im Februar in Lettland ankommt ist ihr erste Eindruck bescheiden. „Zu dieser Jahreszeit wirkt alles sehr grau und hässlich“, erinnert sie sich. Als der Frühling aufblüht, verliebte sie sich in die 650.000 Einwohner-Stadt. Dank ihrer Russisch-Kenntnisse hat Jenny kaum sprachliche Schwierigkeiten. Gemeinsam mit anderen Erasmus-Studenten erkundet sie alle Ecken von Riga. Ein großer Pluspunkt der Stadt: Die Preise sind sehr günstig, selbst Eintritte und Getränke. „Insgesamt ist Riga sehr studentenfreundlich“, lacht Jenny.

Unterwegs im Baltikum

Das Niveau der Studieninhalte ist anfangs gewöhnungsbedürftig, sagt die Studentin. „Der Stoff ist ähnlich zu dem, was man in Deutschland in der Oberstufe behandelt.“ Die meisten Kurse sind auf Englisch, besucht von international Studierenden und Letten gleichermaßen, Die Vorlesungen halten Gastdozenten aus aller Welt. Jenny interessierte sich besonders für die Fächer, die sich mit dem Baltikum beschäftigen. „Economies of the Baltic States“ findet sie spannend.

Das schönste am Auslandsemester sind die Ausflüge mit den studentischen Vereinen. „Die Lage von Riga ist sehr gut, um die gesamte baltische Region kennenzulernen“. Auf dem Reiseprogramm stehen Litauen, St. Petersburg, Moskau und Tallinn.

Ob sie Kommilitonen ein Semester in Lettland empfehlen würde? – „Ja, definitiv. Vor allem für IBO-Studenten ist es eine Überlegung wert, wenn man nicht unbedingt nach Russland will.“ Der Zusammenhalt aller Erasmus-Studenten beeindruckt sie: „Alle Leute waren sehr offen gegenüber anderen Kulturen. Ich habe viel über andere Länder und Kulturen erfahren.“

 

Text: Leon Merkert, Fotos: privat