GGS-Studentinnen in St. Petersburg | hochschulenhoch3

Gegensätze ziehen sich an: GGS-Studentinnen in St. Petersburg

18.10.2017 – In diesem Jahr hatten GGS-Studierende zum ersten Mal die Möglichkeit, in St. Petersburg die Business and Entrepreneurship Summer School an der Partneruniversität Polytechnic zu besuchen. Die beiden M.Sc.-Studentinnen in Innovations- und Technologiemanagement Christina Kremer und Sarah Seyboth sind die Reise in die russische Metropole angetreten. Im Interview berichten sie von ihren Erfahrungen, russischer Gastfreundschaft und der Schönheit St. Petersburgs.

Ihr seid als GGS-Pioniere nach St. Petersburg. Welche Erfahrungen habt ihr aus Russland mitgenommen?
Sarah: Wir waren vor allem kulturell und von den Einheimischen total überrascht. Kein Vorurteil hat sich bestätigt. Man hat die Russen eher als verschlossen und zurückhaltend erwartet, aber wir haben das komplette Gegenteil erlebt.

Christina: Auch wenn nicht alle Leute gut Englisch konnten, haben sie sich total bemüht, uns zu helfen. Wir sind auf sehr viel Gastfreundlichkeit und Offenheit gestoßen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, privat nach Russland zu fliegen, aber St. Petersburg ist einfach ein Traum – kulturell wie kulinarisch.

Warum hattet ihr euch für die Business and Entrepreneurship School entschieden?
Sarah: Ich fand die Mischung ganz spannend: St. Petersburg auf der einen Seite, Innovation und Design Thinking auf der anderen Seite. Das war für mich zunächst recht gegensätzlich und ich wollte wissen, wie sich das zusammenfügt.

Christina: So ging es mir auch. Außerdem hat mich die Polytechnic selbst angesprochen. Es ist eine hervorragende Universität und das Thema der Summer School – „Global Entrepreneurship“ – passt gut in den Bereich, den wir studieren.

Erzählt ein bisschen über das Programm.
Sarah: Angefangen hat es mit einem Crashkurs in Russisch, was schon ein Highlight war. Jetzt können wir zumindest die kyrillische Schrift einigermaßen entziffern.

Christina: Die Summer School wird in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften München angeboten, die Dozenten waren aus Deutschland und England und auch wirklich gut. Uns wurde ein Thema, in dem Fall war es „Smart Textiles“, vorgegeben, das wir in Teams bearbeitet haben. Die waren ganz bunt zusammengewürfelt, wir waren mit Studenten aus China, Frankreich, Russland, Italien und dem Iran in einer Gruppe. Gemeinsam haben wir dann den Prozess des Design Thinkings durchlaufen und am Ende hat jedes Team sein Produkt gepitcht.

Sarah: Gerade die Erfahrung im Team war spannend. Inhaltlich hatten wir schon viel gekannt und angewandt, aber  gerade die Herangehensweise und Kommunikation mit Studenten aus unterschiedlichen Ländern war durchaus eine Herausforderung. Auch die Ausstattung war eine andere. Wir haben zum Beispiel verzweifelt die bunten Post-its vermisst, die bei uns bei jedem Design Thinking im ganzen Raum kleben. Man hatte dort eben nicht das Rund-um-Sorglospaket wie an der GGS. (lacht)

Blieb auch Zeit, die Stadt zu genießen?
Sarah: Auf jeden Fall! Die Unterrichtszeiten waren nicht übertrieben, so dass wir abends noch die Stadt besichtigen konnten. St. Petersburg ist beeindruckend, einfach jedes Gebäude ist schön. Wir hatten auch wahnsinniges Glück mit dem Wetter und konnten so ausgiebig durch die Stadt schlendern. Sonntags gab es außerdem als Teil des Programms eine Exkursion zum Schloss Peterhof.

Christina: Dadurch dass wir uns als Unterkunft ein Air B’n’B gesucht hatten, hatten wir auch gleich Anschluss an Einheimische. Unsere Gastgeberin hat uns tolle Restauranttipps gegeben, wir haben uns richtiggehend durch St. Petersburg geschlemmt.

Kurz gesagt: Ihr könnt das Programm empfehlen, weil…?
Christina: …es hochkarätige Professoren sind, von denen man viel lernen kann. Man baut ein internationales Netzwerk mit auf Entrepreneurship gepolten Studenten auf und erlebt zwei Wochen in einer traumhaften Stadt.

 

Text und Fotos: GGS