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Hochschule Heilbronn

Fliegerischer Konstruktionswettbewerb

Großer Beliebtheit erfreut sich jedes Semester der Konstruktionswettbewerb an der Hochschule Heilbronn.
Der Gruppe "Quantensprung" gelang der weiteste Satz. Foto: Berger

14. Juni 2013 - Studieren macht Spaß, zum Beispiel beim allsemestrigen Konstruktionswettbewerb für Technikstudenten. Unter dem Motto „Sei kein Frosch, Hupsi“ bastelten sechs Studentengruppen abenteuerliche Fluggeräte. Sechseinhalb Meter war der weiteste Sprung eines Hupsis. Doch den Sieg bedeutete das nicht.

Kein Mensch ist weit und breit zu sehen. Wo sind die Konstrukteure? Der Wettbewerb begann dieses Mal in einem Hörsaal mit der Präsentation. Erst die Theorie, die kam sonst immer ein bisschen zu kurz. Dann folgte die Praxis. Auf dem Volleyballfeld war eine Bahn (drei Meter breit, 20 Meter lang) für die Flugversuche abgesteckt. Doch schon nach den ersten Hupsern war klar: Kein „Frosch“ springt so weit.

Viele Auflagen hatten die Konstrukteure zu erfüllen. Die ganze Apparatur durfte nicht mehr als zweieinhalb Kilo wiegen, Bausätze waren verboten, pneumatischer oder hydraulischer Antrieb verpönt. Dass eine Explosion oder Verbrennung den Hupsi in die Luft katapultiert, war ebenfalls ausgeschlossen. So kamen die meisten Studierenden auf die Feder. Manchmal war auch ein Gummi im Einsatz. Doch die Federspezialisten hatten am Ende die Nase vorn.

Klein war der Flugapparat - oder besser gesagt - das Apparätchen vom Team Microfeder Megakraft. Es hätte sogar in eine Streichholzschachtel gepasst. Der Hupsi war entsprechend mini und flog nur neun Zentimeter weit.

Dagegen waren die sechseinhalb Meter vom Team Quantensprung tatsächlich ein solcher. Doch gewonnen haben die Minis. Denn es kam nicht allein auf die Flugweite an, sondern auch auf die Masse des Flugkörpers. Das Geschoss der Quantenspringer war trotz der hohen Sprungweite vergleichsweise zu schwer. Es landete auf dem dritten Platz.

Für die Teilnahme am Konstruktionswettbewerb gibt es Creditpoints, auch für die Coaches aus dem siebten Semester war es eine Semesterleistung. Sie hatten die Leitung der Gruppen übernommen. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb immer für alle technischen Studiengänge, doch nur die Mechatroniker machen mit. Gut dotiert ist der Preis übrigens auch: 500 Euro bekam Microfeder Megakraft für Platz eins. 

Sonderpreise gab es auch. Der Innovationspreis stockte den Gewinn der Microfedern auf 600 Euro auf. Die beste Performance hatten die Öko Hawks geliefert. Sie traten mit Fliegerhauben und Militärhosen auf. Auch dafür gab es 100 Euro.