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Frauen auf dem Vormarsch

15. November 2016 – Der typische Manager ist durchsetzungsfähig, ergebnisorientiert, aggressiv – und männlich. Bislang hat man diesen Zusammenhang zwischen Führungseigenschaften und dem maskulinen Geschlecht als gegeben hingenommen. Frauen seien zu weich und daher an der Unternehmensspitze unterrepräsentiert. Stimmt nicht, sagt Christian Mai, Leiter Corporate Relationship an der GGS. Bei der 8. Netzwerkveranstaltung "Frauen in Führungspositionen" der Schwarz Gruppe (Lidl, Kaufland, Schwarz Dienstleistung KG und Schwarz Zentrale Dienste KG) zeigte er vor 300 – überwiegend weiblichen – Führungskräften, dass Frauen auf dem Vormarsch sind.

Von wegen schwaches Geschlecht

Mai, der über Eigenschaften von Führungspersönlichkeiten promoviert hat, hat in einer Studie die Persönlichkeiten von 320 Männern und Frauen im Top-Management deutscher Unternehmen untersucht. Dabei kam heraus: Frauen in Führungspositionen weisen die gleiche Führungspersönlichkeit auf wie ihre männlichen Kollegen. Das bedeutet: Führungsattribute wie Härte und Zielorientierung sind geschlechterunabhängig.

Er sei selbst überrascht von dem Ergebnis gewesen, erklärte Mai in seinem Vortrag "Alpha-Frauen in der Führung". Doch inzwischen ist er überzeugt: Die Persönlichkeitsausstattung bei Frauen ist vorhanden. Sie müssten sich dessen nur bewusst werden und bereit sein, diese Eigenschaften zu verkörpern. Dann könnte das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der weiblichen Führungskräfte werden.

 

Text und Foto: GGS