Exklusive Einblicke in die Autoindustrie | hochschulenhoch3

Exklusive Einblicke in die Autoindustrie

14. März 2017 – Der German Graduate School (GGS) ist es ernst mit dem internationalen Austausch Studierender. Die Heilbronner Hochschule ermöglicht Studierenden der amerikanischen Bentley University, die hiesige Automobilindustrie kennenzulernen. Markus Vodosek, MBA-Professor an der GGS: „Die Unternehmenskontakte kommen durch unsere Studierende und Alumni zustande, die dort arbeiten.“

Wie funktioniert die Branche?

Das Austauschprogramm für MBA-Studierende geht über eine Woche. Unter anderem besuchen die 24 Teilnehmenden das Audiwerk in Neckarsulm, den Fahrzeugzulieferer Lear Corporation in Besigheim und das Porsche Museum in Stuttgart. Von den Produktionsabläufen bei Audi ist Yinyin Chen, die aus China stammt, beeindruckt: „Es ist erstaunlich, wie komplex das alles ist und wie perfekt die einzelnen Produktionsabschnitte aufeinander abgestimmt sind“, sagt sie. Ihre Kommilitonin Lan Zhang sagt: „Jedes Auto wird für nur einen einzigen Käufer mit dessen individuellen Wünsche hergestellt – eine enorme Anforderung an die gesamte Produktionskette und das Zeitmanagement in der Produktion. Wirklich beeindruckend, wie gut das funktioniert.“ Die beiden Studentinnen sind sich sicher: Durch die Unternehmensbesuche verstehen sie besser, wie diese Branche funktioniert.

Eine weitere Sache überrascht  Yinyin: „Ich finde es interessant, wie Deutsche den chinesischen Markt als ein einziges großes Wirtschaftsfeld betrachten“, sagt sie. „In China gibt es nicht den einen Markt, sondern viele unterschiedliche Teilmärkte mit jeweils eigenen Regularien. Es ist zum Beispiel so, dass Wirtschaftsakteure in verschiedene Städten oder Regionen jeweils andere Steuern zahlen.“  

 

Text: Sarah Arweiler, Fotos: Constanze Wagenblast, GGS