Food Management mit erstem eigenen Kochbuch | hochschulenhoch3

Studiengang Food Management mit erstem eigenen Kochbuch

5. Dezember 2017 – Auf dem Cover des Kochbuches steht in Großbuchstaben: „Das leckerste Studium der Welt.“ Wer hochstapelt, muss liefern. Studierende und Alumni haben zum zehnjährigen Jubiläum Food Management der Dualen Hochschule Heilbronn ihr eigenes Kochbuch herausgegeben. „26 Rezepte, die es so in keinem anderen Kochbuch gibt“, ist sich Professor Carsten Kortum sicher. Das Buch ist als Geschenk für Gäste, Freunde und die dualen Partnerunternehmen der Hochschule gedacht. Kaufen kann man es nicht.

Wie war das Making of? Hier geht es zum Video

 

Aus Omas Küche und wissenschaftliche Kreationen

Kochbücher gibt es zuhauf. Was macht dieses so besonders? „Die Rezeptvorschläge kamen von den Studierenden selbst“, erklärt Kortum. „Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Regionen in Deutschland. Da entstehen teils ungewöhnliche Kreationen.“ Im Buch findet sich Bekanntes und Unbekanntes. Ein Student aus Norddeutschland hat Labskaus-Maultaschen mit gebeiztem Eigelb beigesteuert.

Bei anderen Gerichten haben sich die angehenden Food-Manager die Rezepte im Kopf zusammen gereimt, von Oma übernommen, Zutaten ausgetauscht. Manche Gerichte sind in Vorlesungen zu Aromakunde entstanden. Wie käme man sonst auf die Idee, eine Rinderhüfte in einer Würzmischung mit Espressopulver zu grillen? Oder Spargel mit dunkler Schokolade und getoastetem Brot zu kombinieren? Im Buch gibt es auch Klassiker wie saure Linsen mit Spätzle und Saiten, ungewöhnlich serviert: das Saitenwürschtle klein geschnitten und aufgespießt.

Punktlandung

Die Studentinnen Julia Feiler, Soraya Hofmann und Fee-Sophie Focke haben für das Buch den mediterranen Nudelsalat gekocht. „Das ist eines meiner Lieblingsgerichte. Den habe ich schon oft zum Grillen gemacht“, sagt Fee-Sophie. Sie haben die Zutaten eingekauft, zubereitet, in Abstimmung mit den Food-Stylisten auf dem Teller angerichtet. Kommilitone Peter Schmid hat die Rinderhüfte gegrillt. „Das ist mir perfekt gelungen. Besser geht es nicht."

In der DHBW-Küche muss jeder einzelne Schritt auf den Punkt stimmen: Während es am Herd noch köchelt, wird nebenan schon fotografiert. Dabei müssen die Gerichte schon so weit abgekühlt sein, dass sie nicht mehr dampfen. Sie dürfen aber nicht zu kalt sein, da sich sonst die Konsistenz ändert. Dem Fotografen bleibt pro Gericht nur ein Versuch – der flüssige Kern des Schokoküchleins läuft nur ein Mal auf den Teller. Das Beste kam nach dem Shooting. Soraya: „Als wir die Fotos hatten, wurde gemeinsam gegessen.“

 

Text: Sarah Arweiler, Fotos: Steffen Walter/DHBW Heilbronn

Das Buch ist ein studentisches Projekt der DHBW Heilbronn und wurde in geringer Stückzahl produziert. Es kann nicht gekauft werden.