DHBW mit eigenem Hochschulkaffee | hochschulenhoch3

Studierende der DHBW Heilbronn servieren eigenen Hochschulkaffee

5. Mai 2017 – Der Geruch frisch gerösteter Kaffeebohnen steigt Studierenden und Professoren auf dem Bildungscampus in Heilbronn in die Nase. Die erste Lehrfirma der DHBW Heilbronn, die Kaffeefirma Culinary Coffee, nimmt ihre Geschäfte auf. Vor dem Foyer stehen Studierende an einer gut 60 Jahre alten Maschine und rösten Bohnen. Der Schornstein qualmt wie der einer alten Dampflok. An der Bar wählen Kaffeeliebhaber zwischen frisch gebrühtem Espresso, Caffé Crème und Filterkaffee. Die Chance auf eine Tasse Hochschulkaffee lassen sich viele nicht entgehen. Zur Mittagspause herrscht an der Kaffeebar dichtes Gedränge – ab 11 Uhr kommt eine zweite Maschine zum Einsatz.

Know-how vom Kaffeeexperten persönlich

Unterstützt werden die Studierenden von Hanspeter Hagen, Geschäftsführer des Kaffeehaus Hagen in Heilbronn. Von ihm beziehen sie die Kaffeebohnen, die Röstmaschine gibt es als Leihgabe. Er steht draußen und schaut den beiden Röstern über die Schulter. „Die Maschine piepst nicht, wenn die Bohnen raus müssen. Hier kommt es auf die Erfahrung des Kaffeerösters an, so wie es im Handwerk ursprünglich üblich ist“, erklärt er. Die Zwei an der Maschine üben noch an der richtigen Röstdauer – fünf Minuten waren zu kurz, neun Minuten zu lang, das wissen sie bereits. Erfahrung ist eben alles.

Startup als Bildungsprojekt

Die Idee für die Lehrfirma Culinary Coffee bringt Professor Carsten Kortum, Studiengang BWL-Food Management, auf den Punkt: „Wir wollen in den Theoriephasen an der Hochschule nicht so theoretisch sein.“ Selbst eine Firma gründen und leiten – so lassen sich theoretische BWL-Kenntnisse in der Praxis anwenden. Das Hauptgeschäft der Firma liegt in der Röstung und dem Verkauf der Bohnen über den Onlineshop, eine Liveröstung mit Ausschank ist nur bei besonderen Events geplant, so der Professor.

Das Culinary Coffee-Team wirbt unter Professoren und Kommilitonen für eine Beteiligung an ihrer Genossenschaft. Mit 20 Euro ist man dabei. Dafür gibt es den Kaffee zum vergünstigten Preis. Tobias Gross, Mitglied von Culinary Coffee, sagt: „Das Ziel ist, dass die Firma jahrgangsübergreifend und von Studenten aller Studiengänge der DHBW fortgeführt wird. Handelsstudenten bringen ein anderes Know-how mit als wir vom Studiengang Food Management.“ 19 unterschiedliche Stellenbeschreibungen haben sie ausgearbeitet. Die sollen in Zukunft besetzt sein. Innerhalb der drei Jahre Studienzeit könne man zwischen verschiedenen Positionen wechseln, bis hin zum Geschäftsführer von Culinary Coffee.

 

Text: Sarah Arweiler, Fotos: DHBW Heilbronn