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Lernstress, nein danke!

21. Juni 2017 – Das böse Erwachen kommt meist kurz vor der Prüfungsphase: Die Zeit zum Lernen ist einfach zu knapp. Warum ist das so? Hat man vielleicht falsch gelernt? Oder zu spät angefangen? Dieser Stress lässt sich mit ein paar Tipps vermeiden.

Das Wichtigste vorab: Als Student sollte man rechtzeitig das Ende des Semesters planen – auch wenn die Prüfungsphase noch weit entfernt ist. So sitzt man später nicht wenige Tage vor den Klausuren verzweifelt über seinen Büchern, mit der Zeit im Nacken als größtem Feind. Was kann man noch tun, um sinnvoll und strukturiert zu lernen?

Störquellen entfernen

Um zusätzlichen Stress schon von vorneherein zu vermeiden, sollte man potenzielle Störquellen in seinem Umfeld aufspüren und abschalten. Was kann mich vom Lernen ablenken? Streit im Freundeskreis, zu viele Termine? Wenn möglich sollte man so viel wie möglich aus der Welt schaffen. Das macht den Kopf frei zum Lernen. Weitere Störquellen sind klingelnde Handys, laute Nachbarn oder Radios. Unser Tipp: die Bibliothek. Sie ist die ideale Lernumgebung. Eine vergleichbare Ruhe findet man sonst nur in der Kirche.

Lernplan erstellen

Ein realistischer Lernplan vermeidet Überforderung in den Hochphasen. Wann kommt was dran? Wie viel Zeit kann ich in jede Einheit investieren? Wo liegen Prioritäten? Dafür ist es wichtig, seine eigene Lerngeschwindigkeit zu finden – und sich nicht mit anderen zu vergleichen. Sich selbst unter Druck zu setzen, weil Kommilitone XY schon weiter ist als man selbst, hilft nicht weiter. Lieber ein wenig früher beginnen oder schon während der Vorlesungszeit den Stoff zusammenfassen.

Pausen einplanen

Pausen sind wichtig. Sehr wichtig sogar. Niemand kann sich stundenlang nonstop konzentrieren. Der Kopf braucht hin und wieder eine kleine Auszeit. Wie man diese verbringt, muss jeder selbst entscheiden. Erlaubt ist, was gut tut: Ob ein kurzer Powernap, eine Joggingrunde oder es sich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa gemütlich machen. Der Effekt ist nicht zu unterschätzen: Bei Lernblockaden oder Verständnisproblemen können ein paar Minuten Auszeit Wunder wirken.

Gesund leben

In stressigen Phasen ernährt man sich häufig von Süßem und Fertiggerichten. Mit Kaffee und Energydrinks schlägt man sich die Nächte um die Ohren. Aber durch schlechte Ernährung leidet nicht nur die Figur, sondern auch die Konzentration. Deshalb lieber einen Apfel oder eine Banane als Energielieferanten bereithalten und sich ausreichend bewegen. Sport hilft auch, um Frust loszuwerden und abends gut schlafen zu können.

Lerngruppen bilden

„Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bilde ich einen Arbeitskreis“ – an dem Sprichwort ist etwas dran. Wenn nichts mehr geht und der Lernstoff einfach nicht in den Kopf will, können Lerngruppen viel bringen. Sowohl das Selbst-Erklären, als auch von anderen das Erklärt-bekommen bringt häufig Licht ins Dunkel. Jedoch sollten die Lerngruppen während der Lernphase nicht die einzigen Treffen mit anderen bleiben. Aktivitäten mit Freunden abseits von Bibliothek und Schreibtisch wirken erfrischend. Außerdem  steigern sie die Motivation – was kein Freifahrschein für ausschweifende Partynächte sein soll. Zeit zum Feiern bleibt nach den Klausuren bei den legendären After-Examen-Partys.

 

Text: Katharina Bormann, Foto: pathdoc/Fotolia