Promovieren an der DHBW Mosbach

Kooperative Promotionen sind ein idealer Weg kooperative Forschung zu realisieren. Derzeit gibt es an der DHBW Mosbach fünf Promovierende. Alle Promotionen erfolgen in Kooperation mit namhaften nationalen Universitäten und einer namhaften Pädagogischen Hochschule, da die DHBW bekanntlich kein Promotionsrecht besitzt. Die Qualität der Arbeiten und die partnerschaftliche Kooperation mit namhaften nationalen Universitäten und einer namhaften Pädagogischen Hochschule unterstreichen jedoch den wissenschaftlichen Anspruch der kooperierenden Hochschulpartner.

Einige der Promovierenden sind durch das DHBW-eigene Innovationsprogramm Forschung bei uns im Hause, welches allerdings derzeit nicht mehr ausgeschrieben wird. An der DHBW Mosbach ist derzeit eine Promotionsarbeit nur möglich, wenn bereits eine Kooperation mit einer Universität besteht und eigene Drittmittel eingeworben werden können.

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Veronika Boes, Promotion im Bereich Betriebswirtschaft-Bank

Veronika Boes hat klare Ziele: Nach erfolgreich bestandenem Bachelor-Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach folgte der Master an der DHBW Stuttgart. Noch bevor die 25-Jährige mit ihrer Masterarbeit fertig ist, weiß sie, dass im Herbst 2015 eine Promotionsstelle auf sie wartet. Ebenfalls an der Dualen Hochschule, dieses Mal wieder in Mosbach. "Die Promotion wird in Kooperation mit der Universität in Bamberg angeboten", berichtet die Studentin.

Ihr Fachgebiet: Betriebswirtschaft mit der Ausrichtung Bank. Boes' Arbeitgeber ist die Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim. Dort arbeitet sie als Wertpapierberaterin. "Wenn ich mit der Doktorandenstelle an der DHBW beginne, werde ich nur noch zu 40 Prozent in der Volksbank arbeiten und an drei Arbeitstagen an der Hochschule als Lehrbeauftragte tätig sein", erklärt Boes.

Angestellte und Lehrbeauftragte

Vorlesungen halten, Seminararbeiten korrigieren und selbst Forschen steht dann auf ihrer Agenda. "Ich bin froh, dass ich die Promotion ebenfalls dual machen kann und habe Glück, dass mein Arbeitgeber mir dies ermöglicht", erzählt sie. Als Angestellte und zugleich Lehrbeauftragte wird Boes drei Jahre lang einen vollen Terminkalender haben. Aber gerade das reizt sie: "Ich will mit der Forschung über den Tellerrand schauen und mich persönlich weiterentwickeln."

Ihr Lehrauftrag an der Fakultät Wirtschaft ist mit dem Titel "Akademische Mitarbeiterin im Innovationsprogramm Forschung mit Schwerpunkt Finanzierung" überschrieben. Ihre Forschung befasst sich mit dem sechsspurigen Ausbau der A 6 am Weinsberger Kreuz bis Feuchtwangen/Crailsheim.

A6-Ausbau als Forschungsthema

"Meine Aufgabe ist es, eine Infrastruktur-Genossenschaft, die den Ausbau der Autobahn finanziert, aufzubauen." Dieser Autobahnabschnitt gehört seit Mai zu den ÖPP-Projekten (öffentlich-private Partnerschaften), für die das Bundesverkehrsministerium eine öffentliche Förderung vorsieht. Nach den Vorstellungen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt sollen durch private Anleger in den kommenden Jahren rund sieben Milliarden Euro für den Bau von 600 Kilometern Autobahn zusammenkommen. Weitere sieben Milliarden sollen in Erhaltungs- und Betriebsmaßnahmen fließen. Hierfür analysiert Boes bereits in ihrer Masterarbeit ein Risikomanagement, in der Doktorarbeit wird schließlich die Finanzierung wissenschaftlich erarbeitet.

"Das Projekt ist sehr spannend, und es ist eine große Chance, im BWL-Bereich zu promovieren", erklärt Boes. Der Doktortitel sei aber nicht allein entscheidend für sie, die Promotion anzutreten. "Ich will in Zukunft in leitender Position arbeiten. Die Qualifikation dafür vertiefe ich in einer Promotion." Außerdem ist für die Studentin aus Schwetzingen im Rhein-Neckar-Kreis mit dem Doktor noch lange nicht Schluss: "In Zukunft will ich weiterhin mit der Dualen Hochschule zusammenarbeiten. Eventuell sogar als Professorin", sagt Boes.

 

Text: Katharina Freundorfer