Besucherrekord bei Haigern live | hochschulenhoch3

Besucherrekord bei Haigern live

24. Juli 2017 – Als die Stuttgarter Band Antiheld am Samstagabend bei Haigern live ihre letzte Ballade gespielt hat, verabschiedet sich Sänger Luca Opifanti (25) mit fünffachem vielen Dank bei einigen Tausend Fans vor der Bühne. Er habe eine Gänsehaut am ganzen Körper, sagt er – spricht später von einer „Energiewelle“, die von den Zuschauern auf die Bühne geschwappt sei. „Die Leute hatten richtig Bock mitzusingen. Es war superschön.“

Neues Konzept geht auf

Mit einem Tagesrekord von 12 900 Fans am Samstag haben die privaten Veranstalter nach verregnetem Auftakt am Freitag ein Ausrufezeichen gesetzt. „Großartig“ sagt Mitorganisator André Späth, als die Partyband Friends live gegen 22.15 Uhr den dicht stehenden Besuchern am großen Hang vor der Bühne mit bekannten Hits einheizt. Songs wie „Sweet dreams“, „I came for you“, „Major Tom“ oder der rhythmische Kultsong „Narcotic“ von Liquido schallen über das Gelände, die Band wird von einer intensiven Lichtshow auf der breiten Bühne in Szene gesetzt. Tausende Hände klatschen im Rhythmus, Arme wiegen hin und her – es sind eindrucksvolle Open-Air-Bilder hoch über dem Neckartal. Das neue Konzept mit mehr Bands mit eigenen Liedern, aber auch Coverbands mit bekannten Stücken, „funktioniert“, freut sich Späth. Die Mischung komme an.

Mischung aus Open-Air-Konzert und Volksfest

Den Eintritt von drei Euro an den Hauptabenden für ein verstärktes Sicherheitssystem nehmen die Haigern-live-Fans ohne Murren hin. Die drei Euro seien bei den Besuchern kein Thema gewesen, sagt Späth. Taschen- und Körperkontrollen an den Eingängen sorgen teilweise für längere Schlangen. „Dafür muss man heutzutage doch Verständnis haben“, findet die Heilbronnerin Brygida Bechle. Was für sie der Reiz von Haigern live ist? „Man trifft hier immer Leute, die gute Musikauswahl, das Ambiente auf dem Berg.“

Es ist eine Mischung aus Open-air-Konzert und Volksfest. Oben, auf der Bergkuppe, sitzen viele abseits der Bühne an Tischen oder unterhalten sich bei Bier, Wein, Cocktails an Stehtischen. Das Geschehen auf der Bühne können sie auf einer Leinwand verfolgen.

Gute Laune unter den Besuchern

Als am Sonntagmittag die Band Mira Wunder Deutschpopsongs präsentiert, zieht S&F-Security-Einsatzleiter Oliver Lutz ein positives Zwischenfazit. Als „sehr gesittet“ stuft er die bisherigen Festivaltage ein. Man habe ein paar Betrunkene vom Festivalgelände verweisen müssen. Um das Gelände herum habe man einige Alkohollager von Jugendlichen aufgespürt und – wenn sie nicht 18 waren – Hochprozentiges beschlagnahmt. Durch das auf 30 Kräfte aufgestockte Personal habe man an den Eingängen auch „viel besser kontrollieren“ können.

 

Text: Carsten Friese, Fotos: Andreas Veigel