Arbeiten in der Region | hochschulenhoch3

Arbeiten in der Region? Ja gerne!

29. Mai 2017 – Studium im Ländle – Schön und gut. Aber danach auch in der Region Heilbronn und Umgebung bleiben? Für zahlreiche Studierende der hiesigen Hochschulen ist das kaum eine Option. Für Noa Fischer hingegen schon. Er hat gute Argumente.

Noa stammt aus Wiesloch in der Nähe von Heidelberg. Nach seinem Bachelor in Foodmanagement an der DHBW bleibt er seinem Praxisbetrieb treu und zieht nach Schwäbisch Hall. „Meiner Meinung nach ist die Gegend ideal: Einerseits ländlich geprägt bietet sie einem tolle Natur. Andererseits findet man in der Region der Weltmarktführer ein fortschrittliches Arbeitsumfeld und top Know-How.“

Lieber in die Großstädte

Viele seiner Kommilitonen zieht es nach dem Studium in Großstädte wie Stuttgart, Berlin oder München. „Höchstens 15 Prozent meiner Studienkollegen sind hier geblieben“, sagt Noa. Das liege daran, dass sie entweder nicht weiter bei ihrem Praxisbetrieb arbeiten wollten oder nicht aus der Gegend kamen und es sie wieder zurück in die Heimat zog. Doch Noa sieht als Hauptfaktor fürs Bleiben das Jobangebot. „Stimmten die Konditionen, würden sich vielleicht mehrere für die Region Heilbronn und Umgebung entscheiden.“

Attraktive Einstiegsmöglichkeiten

Wie kann man die gut ausgebildeten Absolventen in der Region halten? Hierzu hat Noa eine klare Meinung: „Wenn die Betriebe aktiver signalisieren würden, dass sie Interesse an einer Weiterbeschäftigung nach dem Studium haben, würden sicherlich mehr bleiben.“ Gerade im Bereich „Food“ gebe es in der Umgebung viele Einstiegsmöglichkeiten: Ob im Handel, der Industrie oder im Bereich Systemgastronomie. Foodmanagement-Absolventen seien Allrounder. Sie haben fundiertes Wissen in BWL, Personalwesen, Vertrieb und Marketing. Mit dieser Ausbildung könne man auch in lebensmittelfremden Unternehmen erfolgreich einzusteigen.

Der Region eine Chance geben

Bereut Noa seine Entscheidung, nach Schwäbisch Hall gezogen zu sein? „Ganz und gar nicht. Die Stadt bietet ein super Freizeitangebot und ein attraktives Stadtbild. Dank der Studenten wird auch mehr im Bereich Nachtleben und Freizeit geboten. Je mehr Nachfrage von jungen Leuten besteht, desto größer wird auch das Angebot.“ Zunächst wollte Noa erst für zwei bis drei Jahre bleiben und dann weitersehen. Mittlerweile ist er  von der Stadt und ihrer Umgebung so überzeugt, dass eine Veränderung für ihn aktuell kein Thema ist.

Sein Tipp für zukünftige Absolventen: „Ich empfehle allen, der Gegend eine Chance zu geben und von der stetig wachsenden wirtschaftlichen Entwicklung der Region zu profitieren. Ich wurde nicht enttäuscht und würde alles nochmal genauso machen.“

 

Text: Katharina Bormann, Foto: privat