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Functional Fitness - Ran an den Speck

13. Januar 2017 – Jedes Jahr das Gleiche: Da hat man sich zwischen den Feiertagen ordentlich Speck angefuttert und schwört sich für das neue Jahr: Mehr Sport, damit die überflüssigen Pfunde wieder purzeln. Aber wie? Functional Fitness heißt die Zauberformel. Kurze, intensive Trainingsintervalle, die jeden Teil des Körpers fordern: Sowohl Ausdauer, als auch Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination werden trainiert.

Seilspringen auf die harte Tour

Los geht´s mit dem Warmmachen: Seilspringen, aber in einem höllischen Tempo (bis zu 100 Mal in 30 Sekunden). Da braucht man gute Kondition und Kraft in Armen und Beinen. Ohne große Verschnaufpause folgen dann direkt die ersten Dehnübungen – sehr wichtig beim Functional Fitness, um Verletzungen vorzubeugen. Trainer Thomas Wernthal macht’s vor: In großen Ausfallschritten langsam durch die Halle bewegen und bei jedem Schritt den Oberkörper in Zeitlupe nach rechts und links drehen und dehnen.

Danach das Gleiche noch einmal: Erst an die Seile und dann wieder dehnen, mit Beinen und Händen den Boden berühren und anschließend in einen Liegestütz gehen, danach wieder aufrichten und das Ganze wieder von vorne.

Sprint auf der Matte

Jetzt geht´s auf die Matten: Ein schneller Sprint auf der Stelle. Der Trainer fordert alle auf, um  zwei Tempostufen zu erhöhen. Beim Runterzählen der letzten zehn Sekunden ist die Anstrengung in alle Gesichter geschrieben, dicke Schweißperlen laufen. Thomas: „Das Gleiche noch einmal.“

Nach kurzer Pause geht es wieder in die Liegestützposition, dieses Mal mit Balancieren auf einem Bein, und wieder bis ans andere Hallenende. Danach zügig wieder auf die Matte, dieses Mal nicht nur sprinten, sondern auch springen. Mit einem „Zack“ kündigt der Trainer den nächsten Sprung an. Alle Sportler japsen nach Luft. Aber sie sind taff, beißen auf die Zähne und halten durch bis zum letzten Sprung.

Endspurt

Schlag auf Schlag heißt es wieder: „Auf zur gegenüberliegenden Hallenwand“ – wieder um eine Schwierigkeitsstufe erhöht. Und „Zack“ – wieder auf die Matten. Unermüdlich spornt Thomas alle zu Höchstleistungen an, obwohl längst die Beine brennen. Jetzt geht es in den Endspurt – Kriechen wie bei der Armee, so flach wie möglich über dem Boden bleiben. Das kostet Kraft in den Armen, die Teilnehmer aktivieren die letzten Energiereserven. Nach einem schnellen Kniehebelauf ist die Stunde dann geschafft. Thomas entlässt die erschöpften, aber glücklichen Sportler.

Alle Trainingseinheiten sind ähnlich aufgebaut, werden aber auch immer individuell an die aktuelle Trainingsgruppe angepasst. In einer Gruppe sind circa 15 Teilnehmer. Die Trainer achten auf Abwechslung: Mal wird mit Matten gearbeitet, ein anderes Mal mit Medizinbällen.

Neugierig geworden?

Treffpunkt ist immer montags von 18:15 – 19:15 Uhr in der Neckarhalle in Neckargartach. Das Angebot steht allen offen und läuft über den Verein für Prävention und Rehabilitation Heilbronn e.V.. Studierende zahlen 2,50 Euro pro Einheit, bei einer 10er-Karte vergünstigt sich der Preis auf zwei Euro. Schnuppertrainings sind jederzeit möglich.

Text und Fotos: Katharina Bormann